17.07.2012 09:42 |

"Tragischer Vorfall"

US-Schiff feuert auf Boot im Persischen Golf – ein Toter

Ein US-Marineschiff hat am Montag im Persischen Golf wegen einer mutmaßlichen Bedrohung Schüsse auf ein Motorboot abgegeben und dabei nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate einen indischen Fischer getötet und drei weitere verletzt. Neu-Delhi verlangt nun eine genaue Untersuchung des "tragischen Vorfalls".

Der tödliche Zwischenfall, bei dem das Öl-Versorgungsschiff "USNS Rappahannock" (Bild) mit einem Maschinengewehr feuerte, ereignete sich laut dem US-Verteidigungsministerium vor Dschebel Ali, einer Stadt in den Vereinigten Arabischen Emiraten zwischen Abu Dhabi und Dubai. Das Motorboot habe sich dem Versorgungsschiff schnell angenähert und alle Warnungen ignoriert, erklärte das Pentagon.

Der indische Botschafter in Abu Dhabi bat am Dienstag die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate um eine Untersuchung der genauen Umstände des "tragischen Vorfalls". Auch die USA sicherten den indischen Behörden demnach bereits eine "vollständige Untersuchung" zu.

Verstärkte US-Präsenz im Persischen Golf
Die US-Marine hatte ihre Präsenz im Golf in den vergangenen Monaten verstärkt und begründete dies mit einer möglichen Bedrohung durch den Iran. Die iranischen Revolutionsgarden verfügen über zahlreiche kleine Schiffe mit Raketenwerfern.

"Seit dem Jahr 2000 passen wir auf die kleinen Schiffe genau auf", sagte ein Vertreter des Pentagons. Im Oktober 2000 war mit einem kleinen mit Sprengstoff beladenen Schiff im Hafen von Aden in Jemen ein Anschlag auf den US-Zerstörer "USS Cole" verübt worden. Dabei wurden 17 US-Marinesoldaten getötet und 40 weitere verletzt.

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