„Freie Fahrt für freie Bürger“ - sie wird immer noch von manchen erträumt und von manchen, auch in der Politik, gefordert. Im Autoland Deutschland etwa darf man immer noch ungebremst rasen - weil ein Tempolimit auf Autobahnen, wie es beinahe im ganzen Rest der Welt aus gutem Grund gilt, nicht durchsetzbar scheint. PS-Limits - die gibt es schon gar nicht. Nun prescht man aber in der EU vor: Neben (teilweise schon abgeschmetterten) überschießenden Forderungen, den Zugang zum Führerschein teilweise stark einzuschränken, wird heute im EU-Parlament unter anderem über eine diskutierenswerte Maßnahme abgestimmt: So sollen Fahranfänger nicht nur mit einem verpflichtenden Aufkleber auf ihren Fahrzeugen zeigen, dass sie „Greenhorns“ sind, sondern vor allem wird ihnen die PS-Bremse angezogen. Nur noch Autos bis maximal 75 PS! Darüber wird noch viel geredet werden - wir haben es gestern bereits in unserer Redaktionskonferenz getan. Gibt es überhaupt noch Autos mit so wenig PS? Antwort: Ja. Aber was tun junge Leute, die kein eigenes Fahrzeug haben, nun mit den starken Autos ihrer Eltern? Bis das umgesetzt wird - da wird noch oft PS-stark Gas gegeben werden.
Kriegs-Kakofonie. Wie gerne sie betont wird, die Einigkeit im Westen, in der EU, wenn es um den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine geht. Am Montag traf man sich auf Einladung von Frankreichs Präsident Macron in Paris, um diese Einigkeit zu demonstrieren. Doch was kam heraus? Der Gastgeber verkündete ohne Absprache mit den Partnerländern, er könne sich auch den Einsatz von Bodentruppen in der Ukraine vorstellen. Das kann sich wiederum der deutsche Bundeskanzler Scholz gar nicht vorstellen. Unterdessen ist der Geld- und Waffenstrom aus den USA versiegt… Putin lacht sich ins Fäustchen ob dieser westlichen Kakofonie.
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