Salzburgs Luka Sucic droht eine lange Verletzungspause. Der Kroate hat sich beim 7:0-Erfolg gegen Schlusslicht Lustenau am rechten Knie wehgetan. Eine ärztliche Untersuchung am Montag soll endgülgtig Aufschluss geben. Die Vorzeichen für einen möglichen Wechsel im Sommer könnten besser sein.
Das wäre eine Hiobsbotschaft für den Meister! Beim überzeugenden 7:0-Kantersieg gegen Lustenau hat sich Luka Sucic wohl schwerer am rechten Knie verletzt. Der Kroate glänzte beim Duell mit den überforderten Vorarlbergern mit zwei Vorlagen, war im Mittelfeld der Dreh- und Angelpunkt. Nach 66 Minuten wurde er dann ausgewechselt, auf den ersten Blick konnte man noch keine Verletzung erkennen.
Doch auf den zweiten war klar, dass etwas nicht in Ordnung ist. Der 21-Jährige wurde sofort vom Teamarzt behandelt, Trainer Gerhard Struber gab nach Abpfiff ein erstes Update, wirkte dabei nicht optimistisch: „Luka hat etwas verspürt, was uns nicht sehr hoffnungsfroh macht.“ Heute wird eine MR-Untersuchung gemacht, die Aufschluss geben soll. Dennoch ist klar: Salzburg könnte länger auf die Magie vom „Zauberfuß“ verzichten müssen.
Und das wäre auch nicht das erste Mal. Bereits in der vergangenen Saison verpasste der hochveranlagte Mittelfeldspieler aufgrund von einer Knieverletzung (damals war es das linke) einen Großteil des Frühjahrs. Auch deshalb blieb er über den Sommer hinaus in der Mozartstadt, um bei den Bullen wichtige Spielpraxis zu sammeln. Dabei steht er bereits seit geraumer Zeit bei einigen Top-Vereinen auf dem Zettel, hätte schon längst wechseln können.
Der klare Plan von Sucic war und ist es daher, in der kommenden Transferphase den nächsten Schritt zu machen. Auch Salzburg würde dem Kroaten wohl keine Steine in den Weg legen, erhofft sich eine hohe Ablösesumme. Doch die mögliche Knieverletzung könnte die Bullen nun mehrere Millionen Euro kosten. Der Marktwert wird, wenn Sucic länger ausfallen sollte, sinken. Es wird sich zeigen, wie viel Geld der Serienmeister für sein Juwel schlussendlich erhält.
Nur Gloukh kann mithalten
Obwohl Struber über einen großen Kader verfügt, wird es eine Mammutaufgabe den „Zauberfuß“ eins zu eins zu ersetzen. Der Nationalteamspieler bringt eine Technik mit, mit der im Bullen-Kader nur Oscar Gloukh, der gegen Lustenau mit Tor und Assist aufzeigte, mithält.
Ein längerer Ausfall von Sucic wäre aber gleichzeitig eine Chance für andere Mittelfeldspieler. Der im Herbst gesetzte Mads Bidstrup saß beispielsweise zuletzt zweimal zu Beginn auf der Bank. Trotzdem freute sich der Däne über den 7:0-Sieg und lobte die Kollegen: „Es war ein Genuss den Burschen zuzusehen.“
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