Eine mysteriöse Krankheit hat drei Löwenbabys in der Tierwelt Herberstein heimgesucht. „Spartacus“, „Maximus“ und „Tiberius“ mussten alle drei eingeschläfert werden. Nun wurde die Obduktion abgeschlossen. Wieso mussten die Brüder sterben?
Sie waren der Stolz der Tierwelt Herberstein: die drei Löwenbabys „Spartacus“, „Maximus“ und „Tiberius“, die 2019 als Kinder von Löwin „Amira“ zur Welt kamen und in der Oststeiermark per Hand aufgezogen wurden.
Nun, knapp vier Jahre später, herrscht Trauer. 2023 musste als erster „Maximus“ eingeschläfert werden, weil er eine mysteriöse Krankheit hatte. Anfang des Jahres dann die Hiobsbotschaft: Auch „Spartacus“ und „Tiberius“ sind krank. Am 23. Jänner wurden sie von ihrem Leid erlöst. Sie hatten Probleme mit dem Bewegungsapparat und wurden von Krämpfen heftig geschüttelt.
„Genetische oder nutritive Gründe vermutet“
Die Veterinärmedizinische Universität in Wien hat die Obduktion der beiden Löwen durchgeführt, um die Ursache für ihre Krankheit zu finden. „Die Untersuchungen haben ergeben, dass genetische oder nutritive Ursachen vorliegen könnten“, sagt Prokuristin Karin Winkler.
Der zoologische Leiter Reinhard Pichler spezifiziert: „Es wurden ein CT, ein MR und eine pathologische Untersuchung vorgenommen. Die genaue Erkrankungsursache konnte nicht eindeutig festgestellt werden.“
Damit ist man nicht viel schlauer als zuvor. Die Handaufzucht von Löwenbabys, heißt es, sei schwierig, weil es wenige wissenschaftliche Kenntnisse dazu gibt.
Löwenmutter „Amira“ und ihr Partner „Caesar“ leben weiterhin gemeinsam in Herberstein. Zur Verhütung hat die Löwin nun ein Hormonstäbchen bekommen.
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