Do, 16. August 2018

Am Pfänderstock

26.05.2012 11:36

Wanderfalken von Taubenzüchter vergiftet

Mit einem illegalen Gift soll ein Taubenzüchter die gesamte Falkenpopulation am Pfänderstock in Vorarlberg vernichtet haben. Die Ermittler sprechen von mindestens zehn verendeten Tieren. Der mutmaßliche Täter wurde angezeigt. Offenbar wollte er seine Tauben vor den Raubvögeln "beschützen".

Ein Jäger hatte Verdacht geschöpft und den Vorarlberger Landesveterinär alarmiert, als er immer wieder tote Falken gefunden hatte. Ein Falkner brachte die Polizei schließlich auf die Spur eines Taubenzüchters im Großraum Bregenz. In der Nähe des Taubenschlages wurden eine verendete Taube und ein toter Marder gefunden. Beide Tiere, so ergaben die Untersuchungen im Labor, waren einem Gift zum Opfer gefallen.

Gift in Österreich verboten
Bei einer Hausdurchsuchung bei dem Taubenzüchter wurde Gift gefunden, dessen Besitz in Österreich verboten ist. "Der Verdächtige hat es nach eigenen Angaben aus Serbien eingeführt", erklärte Bernhard Martin, Ermittler der Polizei Hard. Der Züchter schmierte einzelnen Tauben eine Mischung aus Honig und Gift in den Nacken und ließ sie fliegen. Jene Falken, welche die Tauben schlugen, verendeten ebenso an dem Gift, wie jene Raubtiere, welche die vom Himmel gefallenen Vögel am Boden fraßen.

Gesundheitliche Schäden bei Menschen möglich
Wie viele Wildtiere insgesamt starben, könne nicht ermittelt werden, weil diese mit Ausnahme der Falken meist nicht registriert seien, meinte der Ermittler. Das Gift könne laut Auskunft von Experten auch gesundheitliche Schäden bei Menschen verursachen. Diese würden allerdings als gering eingeschätzt. Der verdächtigte Taubenzüchter wurde angezeigt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.