26.05.2012 11:36 |

Am Pfänderstock

Wanderfalken von Taubenzüchter vergiftet

Mit einem illegalen Gift soll ein Taubenzüchter die gesamte Falkenpopulation am Pfänderstock in Vorarlberg vernichtet haben. Die Ermittler sprechen von mindestens zehn verendeten Tieren. Der mutmaßliche Täter wurde angezeigt. Offenbar wollte er seine Tauben vor den Raubvögeln "beschützen".
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Ein Jäger hatte Verdacht geschöpft und den Vorarlberger Landesveterinär alarmiert, als er immer wieder tote Falken gefunden hatte. Ein Falkner brachte die Polizei schließlich auf die Spur eines Taubenzüchters im Großraum Bregenz. In der Nähe des Taubenschlages wurden eine verendete Taube und ein toter Marder gefunden. Beide Tiere, so ergaben die Untersuchungen im Labor, waren einem Gift zum Opfer gefallen.

Gift in Österreich verboten
Bei einer Hausdurchsuchung bei dem Taubenzüchter wurde Gift gefunden, dessen Besitz in Österreich verboten ist. "Der Verdächtige hat es nach eigenen Angaben aus Serbien eingeführt", erklärte Bernhard Martin, Ermittler der Polizei Hard. Der Züchter schmierte einzelnen Tauben eine Mischung aus Honig und Gift in den Nacken und ließ sie fliegen. Jene Falken, welche die Tauben schlugen, verendeten ebenso an dem Gift, wie jene Raubtiere, welche die vom Himmel gefallenen Vögel am Boden fraßen.

Gesundheitliche Schäden bei Menschen möglich
Wie viele Wildtiere insgesamt starben, könne nicht ermittelt werden, weil diese mit Ausnahme der Falken meist nicht registriert seien, meinte der Ermittler. Das Gift könne laut Auskunft von Experten auch gesundheitliche Schäden bei Menschen verursachen. Diese würden allerdings als gering eingeschätzt. Der verdächtigte Taubenzüchter wurde angezeigt.

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