Erst vergangenes Wochenende hat das Land Kärnten die Aktion Katzenkastration für herrenlose Tiere wieder angepriesen, doch manche Kommunen machen nicht mit. Ihnen fehlt dafür das Geld. Ein „Krone“-Leser schildert seine ernüchternde Erfahrung mit einer Stadtgemeinde.
„Die einzige nachhaltige und tiergerechte Methode, die sonst rasant wachsende Population von Streunerkatzen einzudämmen, stellt die Kastration dieser Tiere dar“, erklärte Kärntens Tierschutzreferentin Beate Prettner am vergangenen Samstag (wir berichteten).
Aus diesem Grund werde vom Land Kärnten gemeinsam mit dem Gemeindebund und der Kärntner Tierärztekammer zum wiederholten Mal die Aktion Katzenkastration angeboten, bei der - wie es heißt - „aufmerksame Bürger oder Tierschutzvereine“ sich an die Gemeinden wenden sollen, damit diese die Förderungen für die Kastration von Streunerkatzen geltend machen: doch nicht so in der Gemeinde Völkermarkt.
„Als ich darum angesucht habe, wurde mir wortwörtlich mitgeteilt, dafür habe man aber wirklich kein Geld und man könne mir nicht helfen“, erzählt ein „Krone“-Leser. „Unser Budget lässt das nicht zu, es ist wegen der Sparmaßnahmen nicht möglich“, erklärt Stadträtin Elisabeth Kollitsch.
Und sie ist mit dieser Ansicht nicht allein. Mehr als 20 Gemeinden haben mittlerweile erklärt, über keine finanziellen Mittel zu verfügen, um sich an den Katzenkastrationen beteiligen zu können. „Es ist eine freiwillige Aktion der Gemeinden. Heuer machen so viele mit wie noch nie“, heißt es aus dem Büro von Prettner.
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