Kaum auszudenken, was ein 51-jähriger Wiener am 29. Juli 2023 in der Garage eines Reihenhauses in der Donaustadt durchgemacht hat: Sein eigener Vater, ein 86-jähriger Pensionist, hielt ihm plötzlich eine geladene Pistole mit Patrone im Lauf an den Hinterkopf. Und betätigt den Abzug.
Der Pensionist Ludwig D. lebte mit seiner Frau und dem erwachsenen Sohn in dem Genossenschaftshaus. Das Verhältnis ist angespannt. „Seit etwa zwei Jahren ist das Zerwürfnis so weit gediehen, dass sie neben dem Austausch diverser Gemeinheiten nur noch das Notwendigste miteinander sprechen“, heißt es in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Wien.
Am Donnerstag muss sich der 86-Jährige im Wiener Landl wegen versuchten Mordes vor den Geschworenen verantworten. Dass sein Sohn noch lebt, ist laut Staatsanwaltschaft reiner Zufall.
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