Di, 17. Juli 2018

Auto total zerstört

14.05.2012 17:18

Hirscher fuhr gegen Baum: "Hatte eine Million Schutzengel"

Die Sportjournalisten in Schladming hielten den Atem an, als am Montagnachmittag die ersten Nachrichten vom schweren Autounfall Marcel Hirschers in der WM-Stadt eintrafen: Der Weltcupsieger hatte sich auf den Weg zur "Sports Media Austria"-Sitzung gemacht, als er in Abtenau in Salzburg mit seinem Audi R8 gegen einen Baum raste. Hirscher musste wegen Nacken- und Kreuzschmerzen kurz im Spital behandelt werden. Inzwischen durfte er das Krankenhaus wieder verlassen und gab Entwarnung: "Puh, ich hatte eine Million Schutzengel!"

"Macht's euch keine Sorgen, mir geht's gut", ließ der 23-jährige Salzburger via Facebook wissen. Ins Spital sei er lediglich zwecks "Routinecheck" eingeliefert worden. "Er hat Prellungen im Bereich der Halswirbelsäule, am Kopf und an der Hand erlitten", sagte Oberarzt Andreas Hartmann, der Hirscher untersucht hatte.

"Ein entgegenkommendes Auto ist vor ihm plötzlich abgebogen", berichtete sein Manager Michael Holzer über die Schrecksekunden des Superstars. "Er hat drinnen sofort eine Mutter mit ihrem Kind erkannt und wollte auf jeden Fall einen Aufprall verhindern. Daher entschied er rasch und lenkte seinen Wagen gegen einen Baum."

Gegen Baum gerast
Hirscher selbst sagte: "Ich bin froh, dass ich so reagiert und keinen Frontalunfall riskiert habe. Ich habe so zwar einen Baum erwischt, aber für mich war das die klügere Entscheidung. Gott sei Dank ist nichts passiert. Es tut überall ein bisschen weh, aber es ist, abgesehen von ein paar Prellungen und Kopfweh, nichts Grobes. Unter diesen Umständen also fast gar nichts. Ich bin froh, dass keinem etwas passiert ist, und gehe davon aus, dass ich bald wieder in das Training einsteigen kann."

Totalschaden am Audi R8
Eine Aktion, die schlimme Folgen für den anderen Verkehrsteilnehmer verhinderte, aber für Hirscher selbst hätte böse enden können. Wie böse, sieht man an seinem Audi R8: Der Sportwagen wurde völlig zerstört.

Befürchtungen der wartenden Sportjournalisten in Schladming, wonach sich an diesem Montag das Schicksal von Hermann Maier wiederholen könnte, bewahrheiteten sich zum Glück nicht. Im August 2001 war ja der damals unverwüstliche Herminator in Radstadt schwer verunglückt.

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