Do, 19. Juli 2018

Für Windows 8

03.05.2012 10:40

Microsoft schickt "Windows Live" bald in Pension

2005 eingeführt, war die Online-Marke "Windows Live" nicht so durchschlagskräftig, wie Betreiber Microsoft es sich gewünscht hatte. Mit dem Start von Windows 8 wird "Windows Live" daher in Pension geschickt, wie der Konzern nun verkündete.

Unter der "Windows Live"-Dachmarke sind zahlreiche Microsoft-Services vereint: vom E-Mail-Dienst Hotmail und dem Online-Speicher SkyDrive über den Messenger bis zu Desktop-Software wie Photo Gallery und Movie Maker.

Gerade die angestrebte enge Verzahnung von Online- und Desktop-Diensten habe aber nicht wie geplant funktioniert, so Microsoft in einem Blogeintrag vom Mittwoch. Noch seien die Desktop-Betriebssysteme des Konzerns nämlich nicht auf die volle Nutzung von Cloud-Services ausgerichtet.

Infos aus dem Internet direkt am Desktop
Das soll sich mit Windows 8 aber ändern: Über die sogenannte Metro-Oberfläche mit Kacheln ist der Nutzer jederzeit mit dem Netz verbunden, ohne dafür erst den Browser öffnen zu müssen. Diverse Apps verbinden direkt mit Informationen aus dem Internet, so sind über den Metro-Desktop zum Beispiel jederzeit das Wetter oder auch Statusänderungen bei Facebook sichtbar.

Online-Dienste künftig "nahtlos" eingebunden
Windows 8 gebe den Entwicklern daher die Möglichkeit, "unsere Herangehensweise an Services und Software neu zu erfinden und diese so zu gestalten, dass sie ein nahtloser Teil der Windows-Erfahrung sind, zugänglich über Windows-Desktop-Apps, Windows-Metro-Apps, Standard-Webbrowser und mobile Geräte", so "Windows Live"-Vizechef Chris Jones.

"Microsoft Account" auch als PC-Zugang
"Windows Live" wird im Zuge des Umbaus in "Microsoft Account" umbenannt: Mit diesem kann der Nutzer dann nicht nur auf Online-Services zugreifen, sondern auch auf den eigenen PC oder das Tablet. Die diversen Dienste der Dachmarke sollen ebenfalls neue Namen erhalten und in Windows 8 integriert werden. "Microsoft Account" soll überdies mit externen Diensten wie Facebook oder Twitter gekoppelt werden können, sodass alle Kontakte sämtlicher Kommunikationswege zusammengefasst werden.

Wann genau "Windows Live" zu Grabe getragen wird, hat Microsoft noch nicht verraten, es dürfte aber mit Start von Windows 8 - etwa im Oktober - so weit sein. In den kommenden Wochen sollen weitere Informationen folgen, unter anderem darüber, was der Konzern für den populären Internettelefonie-Service Skype plant.

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