Geldregen wenige Tage vor Weihnachten! Für ein vom Verbund und LAT Nitrogen initiiertes Dekarbonisierungsprojekt namens „Green Ammonia Linz“ schüttet die Europäische Kommission für Klima, Infrastruktur und Umwelt insgesamt 48,5 Millionen Euro an Förderung aus.
Mehr als 200 Einreichungen gab‘s, insgesamt erhalten 37 Projekte nun Geld aus dem Innovationsfonds der Europäischen Kommission für Klima, Infrastruktur und Umwelt - und eines davon ist in Linz beheimatet.
Genauer gesagt ist die Rede von „Green Ammonia Linz“, einer Initiative der Verbund AG gemeinsam mit LAT Nitrogen, der früheren Stickstoffsparte der Borealis in Oberösterreich, die seit heuer dem tschechischen Agrofert-Konzern gehört. Seitdem alle Formalitäten rund um die Übernahme geklärt sind, war es ruhig um das Unternehmen geworden - bis Dienstag-Vormittag, als man bekannt gab, dass man gemeinsam daran arbeiten wird, in Zukunft grünen Wasserstoff für die großtechnische Produktion von Düngemitteln, Melamin und technischem Stickstoff einsetzen zu wollen.
Geplant ist eine Elektrolyseanlage, die pro Jahr bis zu 7000 Tonnen grünen Wasserstoff herstellen soll. „Das Projekt ist ein weiterer Meilenstein in der kontinuierlichen Umsetzung der Wasserstoffstrategie“, schwärmt Hamead Ahrary, Geschäftsführer der Verbund Green Hydrogen GmbH.
Schon Wasserstoff-Erfahrung in Linz
Der Verbund hat in Linz bereits Erfahrung mit Wasserstoff gesammelt: Am Gelände der Voestalpine wurde 2019 eine Pilotanlage in Betrieb genommen, an der CO2-freier Wasserstoff hergestellt wird. Die Errichtung der Anlage hatte 18 Millionen Euro gekostet, 12 davon kamen von der Europäischen Union.
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