Nach einer Abstimmung im EU-Parlament gibt es nun grünes Licht für ein gemeinsames Vorgehen gegen ungesunden „Pansch-Honig“. Niederösterreichs EU-Granden stimmten und gestalteten mit und sind zufrieden mit dem Ergebnis.
Ein „Krone“-Bericht über das klebrige Geschäft mit dem „Pansch-Honig“ war ein Stein des Anstoßes. Bei einer Abstimmung im EU-Parlament (522 gegen 13 Stimmen) wurde nun die „Breakfast Directive“, also die „EU-Frühstücks-Richtlinie“ beschlossen. Sie bringt die von Öko-Experten geforderten neuen Regeln für die Kennzeichnung von Lebensmitteln wie Orangensaft, Honig und Co.
Irreführende Angaben
„Es ist wichtig, dass die Menschen auf den ersten Blick erkennen, was in den Zutaten für ihr Frühstück enthalten ist“, betont Niederösterreichs SPÖ-EU-Mandatar Günther Sidl. Problematisch waren in diesem Zusammenhang – wie berichtet – etwa irreführende Angaben bei Fruchtsäften, durch die zuckerreduzierte Produkte als gesund wahrgenommen wurden. Statt der bisherigen Angabe „EU-Honig“ und „Nicht-EU-Honig“ soll künftig auf dem Etikett eine genaue Angabe des Herkunftslands und bei Honig-Mischungen der Anteil je Herkunftsland als Prozentsatz angeben werden.
Mit dieser Fälscherei und Konsumententäuschung ist künftig Schluss. Durch transparente Herkunftskennzeichnung wissen Konsumenten fortan nun auch, wo ihr Honig wirklich herkommt.
Alexander Bernhuber (ÖVP)
Chefverhandler auf dem „Brüsseler Frühstückstisch“ war ÖVP-Mandatar Alexander Bernhuber. „Gemeinsames Ziel ist, die Verhandlungen im Frühjahr abzuschließen, damit das Gesetz noch 2024 in Kraft treten kann“, gibt er auch weiterhin die gesunde Marschroute vor.
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