Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) und sein Vize Werner Kogler (Grüne) demonstrieren ein Dreivierteljahr vor den Wahlen Harmonie. Einig sind sie sich auch in der Ablehnung von Herbert Kickl.
Adventfrieden im Kanzleramt: Für gewöhnlich lädt ÖVP-Bundeskanzler Karl Nehammer Chefredakteure alleine zum Hintergrundgespräch. Am Dienstag, höchstens ein Dreivierteljahr vor den nächsten Nationalratswahlen und dem damit verbundenen fast natürlichen Ende der türkis-grünen Koalition, nimmt er seinen Regierungspartner, Vizekanzler Werner Kogler von den Grünen, mit.
Harmonie wird glaubhaft demonstriert
Und beide demonstrieren glaubhaft Harmonie. Auch wenn der Kanzler zugibt, dass es zwischen türkisen und grünen Ministerien ruppiger zugehen könne - bei ihnen beiden werde es deshalb noch lange nicht rau. Und das möchten sie auch im Wahljahr so halten, auch wenn klar sei, dass es mehr Reibung zwischen den beiden Parteien geben werde.
„Links-alternativ“
Harmonie - sie kommt auch in Gestik und Mimik zum Ausdruck. Nehammer und Kogler sehen einander immer wieder an, lächeln sich mitunter zu. Einmal tätschelt Kogler gar die Kanzler-Schulter - als es darum geht, ob dieser die Grünen als „links-liberale“ oder „links-alternative Partei“ bezeichnet. Die Auflösung: Er sagt „links-alternativ“.
Strompreisbremse wird verlängert
Einig ist man sich auch in der Aufzählung der Erfolgsbilanz. Aber auch darin, dass man manch Gutes nicht gut genug kommuniziert habe. Um schließlich zu kommunizieren, dass die Strompreisbremse bis mindestens Ende 2024 verlängert wird.
Ob zu diesem Zeitpunkt Nehammer und Kogler nach den Wahlen eventuell gemeinsam mit der SPÖ hier am Tisch sitzen würden, fragt Hans Bürger vom ORF. Er erntet ein Schmunzeln bei den angesprochenen beiden Herren. Nur so viel wird völlig klargestellt: Sicher nicht sitzen sie gemeinsam mit Herbert Kickl hier.
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