Einsturzgefahr
Schiefer Turm in Bologna: So lang dauert Rettung
Die Stabilisierung des einsturzgefährdeten schiefen Turms Garisenda, Wahrzeichen der italienischen Stadt Bologna, wird Bürgermeister Matteo Lepore zufolge mehr als 20 Millionen Euro kosten und mindestens zehn Jahre dauern.
Der Garisenda-Turm aus dem 12. Jahrhundert ist einer der beiden Türme von Bologna, er misst 48 Meter und steht neben dem höheren Asinelli (97 Meter). Er ist ein Wahrzeichen der Stadt.
Turm wegen Einsturzgefahr gesperrt
Wie der berühmtere Turm von Pisa ist der Garisenda-Turm seit Jahrhunderten schief, da der Boden, auf dem er gebaut wurde, kurz nach seiner Errichtung nachgab. Das Gebiet um den Turm wurde im vergangenen Monat abgesperrt, da Experten eine Einsturzgefahr befürchten.
„Ich denke, wir werden nicht weniger als 20 Millionen Euro für den Turm ausgeben müssen, vielleicht sogar mehr“, sagte Bürgermeister Matteo Lepore am Mittwoch. In Pisa habe die Restaurierung Turmes zehn Jahre erfordert. „Wir haben keinen Grund zu der Annahme, dass wir weniger brauchen werden“, fügte Lepore hinzu.
Gelbe Alarmstufe in der Nähe der Türme
Die italienische Katastrophenschutzbehörde hat für das Gebiet um die beiden Türme eine gelbe Alarmstufe ausgerufen, was bedeutet, dass es unter Beobachtung steht, dass aber keine unmittelbare Gefahr für die Sicherheit der Menschen besteht. Die zwei Türme erheben sich im Herzen der Stadt am Ausgangspunkt der alten Via Emilia. Sie wurden im Mittelalter mit einer überwiegend militärischen Funktion errichtet. Der kleinere Turm Garisenda ist auffällig schief.
Die Gemeinde will prüfen, wie man Erschütterungen rund um die beiden mittelalterlichen Türme minimieren kann. Bis dahin bleiben sie für Besucher gesperrt. Eine Eisenstruktur wurde um den Garisenda-Turm aufgestellt. Einen Einsturz befürchten die Experten zwar nicht, jedoch könnten sich Ziegel lösen und herabfallen. Vermutet wird, dass das Gelände rund um die Türme längere Zeit für den Verkehr gesperrt bleibt.
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