Salzburger Festspiele

Maertens: Geschasster Jedermann ist zurück

Salzburg
07.12.2023 07:00

Streit ausgeräumt? Michael Maertens tritt auch 2024 bei den Salzburger Festspielen auf - in völlig neuer Rolle. Er ist einer von vielen Stars im kommenden Sommer.

Landestheater statt Domplatz, eine einzige Lesung statt 14 Mal Jedermann. Michael Maertens tritt bei den Salzburger Festspielen im kommenden Sommer deutlich kürzer. Und doch ist es eine große Überraschung, dass es den deutschen Schauspieler 2024 wieder in die Mozartstadt zieht. Die Festspiele setzten den Burgtheater-Mimen bekanntlich vor knapp zwei Monaten vor die Tür – und mit ihm das gesamte Ensemble des „Jedermanns“ von 2023. Die Aufregung war groß, immer noch stehen Klagen im Raum.

Zumindest mit Maertens gibt es offenbar keinerlei Konflikte mehr. Er liest im Rahmen der Festspiele am 31. Juli im Landestheater Briefe des russischen Putin-Kritikers Alexej Nawalny. „Ich bin ein Bewunderer von Michael Maertens. Ich bin stolz, dass er das macht“, freut sich Schauspiel-Chefin Marina Davydova. Festspiel-Präsidentin Kristina Hammer meint: „Für uns es keine Überraschung, dass Michael Maertens wieder bei uns zu sehen ist. Er ist den Festspielen seit Jahrzehnten verbunden.“

Klassik-Größen kommen im Sommer an die Salzach
Auch sonst geizen die Festspiele im Sommer 2024 nicht mit großen Namen. Star-Pianist Igor Levit kommt ebenso an die Salzach wie Mezzosopranistin Elina Garanca, Schauspiel-Ass August Diehl oder die Dirigenten-Größen Daniel Barenboim, Riccardo Muti und Simon Rattle. Die Wiener Philharmoniker geben fünf Konzerte. Ex-Jedermann Tobias Moretti tritt im Rahmen der Ouverture Spirituelle auf.

Festspiel-Intendant Markus Hinterhäuser versprach bei der Programm-Präsentation am Mittwoch jedenfalls Abende zwischen „Himmel und Hölle.“ Es gibt 2024 drei Oper-Neuinszenierungen: „Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach, „Der Spieler“ von Sergei Prokofjew und „Der Idiot“ von Mieczyslaw Weinberg. Mozarts „Don Giovanni“ kommt erneut auf die Bühne. Die Russin Marina Davydova zeichnet erstmals für das Schauspielprogramm verantwortlich. Sie setzt neben dem „Jedermann“ auf Stefan Zweigs „Sternstunden der Menschheit“, die altgriechische „Orestie“ und Thomas Manns „Zauberberg“.

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