Zwei Burschen planten einen Anschlag auf eine Schule in Bruck an der Mur. Im Juli wurden sie dafür verurteilt. Nun wurde bekannt, dass auch gegen weitere Kinder ermittelt wurde.
Der Fall erschütterte im Hochsommer die steirische Bevölkerung: Zwei junge Burschen, erst 15 und 16 Jahre alt, hatten sich radikalisiert und waren zu Anhängern des Islamischen Staats geworden. Einer von ihnen postete unter dem Pseudonym „El Terror“ Propagandamaterial und Enthauptungsvideos in einer Telegram-Chatgruppe. Die beiden planten sogar einen Anschlag auf die Mittelschule in Bruck, wollten Sprengstoff herstellen und alle Christen in einer Schulklasse erschießen.
Erst nach Urteil kam Fall an die Öffentlichkeit
Die Polizei kam den Burschen 2022 auf die Schliche, heuer wurden sie verurteilt. Erst danach gelangte der Fall an die Öffentlichkeit, was für viel Kritik sorgte, darunter von der FPÖ.
Der Kampf gegen den Radikal-Islam muss ganz oben auf der politischen Agenda stehen.
FPÖ-Nationalratsabgeordneter Hannes Amesbauer
Diese hat eine Anfrage an das Innenministerium gestellt. In den Antworten wurde die Informationssperre mit den „zu wahrenden Persönlichkeitsrechten aller Beteiligten“ begründet, kurioserweise aber auch damit, dass ja keine Medien angefragt hätten
Es gab weitere Ermittlungen
Interessant ist auch, dass neben den beiden Verurteilten gegen sechs weitere Personen ermittelt wurde, dabei ging es aber nicht um Terrorismusvorwürfe. Diese Ermittlungen seien eingestellt worden, weil die Betroffenen noch nicht strafmündig - also unter 14 Jahre alt - waren bzw. weil von der Verfolgung einer Jugendstraftat abgesehen wurde. Genauere Personenangaben werden nicht gemacht. Die FPÖ fordert eine Herabsetzung der Strafunmündigkeit.
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