Do, 21. Juni 2018

"neckGuide"

21.03.2012 19:24

Wiener TU-Student erfindet Vibrations-Navi für Blinde

Ein Navigationsgerät für Blinde, das sehbehinderten Menschen hilft, sich mittels eines Smartphones und eines vibrierenden Halsbandes in großen Gebäuden oder im Straßenverkehr zurechtzufinden - das hat ein 23-jähriger Student der Technischen Universität Wien erfunden.

"Ich habe die Idee dazu unter der Dusche gehabt", so Manuel Laber, der sich auf Medizintechnik spezialisieren will, zur "Krone". Den ersten Prototyp des "neckGuide" entwickelte der junge Mann dann mit Seilen, die als Wegweiser dienen sollten - doch die Schnüre waren zu klobig. Der Student aus Wien-Meidling: "Dann kam mir die Idee mit der Vibration. Die Signale geben unterschiedliche Kommandos und warnen, auf welcher Seite Gefahr droht." Nach erfolgreichen Tests mit Sehbehinderten konnte schließlich der zweite Prototyp entwickelt werden.

"Besser als ein Pieps-Ton, der leicht überhört werden kann"
Julian Nagel von der Hilfsgemeinschaft für Blinde und Sehbehinderte ist zufrieden: "Mit dem vibrierenden Halsband funktioniert das Navi jetzt gut. Es ist auf jeden Fall besser als ein Pieps-Ton, der auf der Straße leicht überhört werden kann. Gut finde ich auch, dass ich mir zuhause mittels Smartphone in der Blindenschrift z.B. den Weg in die Apotheke in das Navi einspeichern kann."

Für sein "neckGuide" wurde Nagel mit dem "Unikat-Preis" ausgezeichnet. Ziel dieses Wettbewerbs ist, die Entwicklung alltagstauglicher Lösungen für die Probleme Behinderter zu fördern.

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