Mo, 10. Dezember 2018

Weil Polizei crashte

14.03.2012 18:05

Trafikantin verjagte Räuber selbst - mit Staubsaugerrohr

Während sich der Polizeipräsident um die Aufklärung des ebenso folgenschweren wie peinlichen Polizei-Crashs mitten in Wien (siehe Infobox) kümmert, steht jene überfallene Trafikantin, der die Polizisten eigentlich zu Hilfe eilen wollten, wieder im Geschäft. Zu helfen hatte sich die Frau auch ohne Polizeiunterstützung gewusst und den Ganoven mit einem Staubsaugerrohr in die Flucht geschlagen.

Mit einem Unfall im 15. Bezirk endete die Jagd auf einen Trafik-Räuber. Zwei Polizeiautos waren mit Blaulicht und Folgetonhorn auf einer Kreuzung frontal gegeneinander gekracht. Neun Personen – darunter fünf Polizisten – wurden verletzt. Nun laufen Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung und dienstrechtliche Erhebungen. Denn "einsatzmäßig fahren" heißt auch für Polizisten nicht, bei Rot einfach über eine Kreuzung rasen zu dürfen. Und genau diese Regel hatte einer der beiden Fahrer offenbar missachtet.

Trafikantin: "Ich hatte keine Angst"
Indes steht die 44-jährige Trafikantin Bettina M. schon wieder im Geschäft. "Ich hatte keine Angst, als mich der Täter mit einem Schraubenzieher und Pfefferspray bedroht hat. Schließlich war es bereits der siebente Räuber, den ich vertreiben konnte", so die mutige Wienerin gegenüber der "Krone", der sie auch ihre "Waffe", ein Staubsaugerrohr, präsentierte (Bild).

Bei dem gesuchten Räuber handelt es sich offenbar um einen etwa 30-jährigen Täter aus dem Ausland. "Er hat mich nicht verstanden, nur 'Geld, Geld' gesagt", so das Überfallsopfer. Kurz darauf wollte er auch noch eine zweite Trafik überfallen.

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