Die Suche nach verloren geglaubten Kunstwerken aus Salzburg endete bei den Habsburgern, die sich während der Napoleonischen Kriege in den fürsterzbischöflichen Schatzkammern bedienten.
Eine goldfarbene Uhr ziert heute die Präsidentschaftskanzlei in der Wiener Hofburg. Obwohl der Habsburger Kurfürst Ferdinand das Kunstwerk eigentlich nach Florenz bringen wollte, landete das Salzburger Eigentum im Zuge der napoleonischen Kriege in Wien. Heute steht sie als Beispiel für viele Kulturgüter, die ihren Weg von Salzburg aus in die ganze Welt fanden.
2016 begann ein Team aus Experten eine digitale Kulturgüterdatenbank aufzubauen, die den Weg sämtlicher verloren geglaubter Salzburger Kunstgegenstände aufzeichnet. Die mehr als 2000 Einträge zeigen auf, welche Kunstgüter in den vergangenen Jahrhunderten von Salzburg ins Wien der Habsburger verfrachtet wurden.
Ziel sei es, die Datenbank auf weitere Länder auszuweiten. Denn auch in Museen in Paris, Florenz, London, St. Petersburg oder Los Angeles sind Objekte aus den Schatzkammern der Fürsterzbischöfe zu finden.
Betreut vom Salzburg Museum steht die digitale Datenbank jedem Interessierten frei zur Verfügung.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.