Abraao Gomes da Silva kickte früher in Gaißau. Auch sein Name ist unverständlicherweise auf einer in einem Vorarlberger Lokalmedium kürzlich veröffentlichten Grafik zu finden, die brasilianische Fußballspieler in Zusammenhang mit illegalen Aktivitäten bringt. Brasilianische Wurzeln hat der 23-Jährige zwar, allerdings ist er auch Keeper des rot-weiß-roten Rollhockey-Nationalteams.
Auch Abraao Gomes da Silvas Name war auf jener Grafik zu finden, die das Ländle-Unterhaus derzeit erzürnt. Ihm geht es dabei aber wie vielen anderen, sein Name hatte dort eigentlich überhaupt nichts verloren. „Die sollten wirklich nachfragen, wer die Leute sind, über die sie da schreiben. Abraao ist hier aufgewachsen, der redet einen schöneren Dialekt als die meisten Vorarlberger“, schimpft Gaißau-Sportchef Philipp Wörz, „das kann doch nicht sein, dass er in so einem Zusammenhang in die Zeitung kommt.“
Gomes da Silva, der schon seit er ein Kind war in Österreich lebt, kickte zwar früher für Gaißau 1b in der dritten Landesklasse. Dieses Engagement wurde aber von ihm selbst aus einem interessanten Grund beendet - der 23-Jährige wechselte die Sportart, steht nun beim RHC Dornbirn im Tor und spielt mit den Messestädtern in der Schweizer Nationalliga A. Außerdem ist er Torhüter der österreichischen Rollhockey-Nationalmannschaft. Weit weg von illegal, könnte man meinen.
Für die Gaißauer war es jedenfalls verständlich, dass sie Gomes da Silva verlassen hat. „Ich würde auch lieber im Nationalteam spielen als bei uns im 1b“, lacht Wörz. Seinen Fußballpass hat er immer noch in Gaißau liegen. Nicht ungewöhnlich, Vereine melden ihre Spieler nicht immer ab, wenn sie aufhören.
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