Mo, 22. Oktober 2018

"Rechtswidrig"

08.03.2012 17:00

Noten-Chaos um ungültige "Fleck" an Kärntner Schulen

Glattes "Nicht genügend" für die Bildungspolitik! Weil an Kärntens Schulen die falschen Notenschlüssel verwendet worden sind, herrscht totales Chaos: Der Landesschulrat hat das Benotungssystem jetzt als rechtswidrig erkannt. Fazit: Hunderte Fünfer müssen in "Genügend" umgewandelt werden.

Peinlich, peinlich: Der Schulversuch für die neue Zentralmatura ist kräftig danebengegangen. Weil Schüler bei Schularbeiten statt der Hälfte 60 Prozent der Aufgaben für ein "Genügend" erfüllen mussten, hagelte es in den Klassenzimmern etliche Fünfer. Zu Unrecht, wie sich jetzt herausgestellt hat.

"Anwendung der 60-Prozent-Klausel rechtswidrig"
"Die Anwendung der 60-Prozent-Klausel ist rechtswidrig", bestätigt Mirella Hirschberger-Olinovec, Juristin des Kärntner Landesschulrates. "Die Schulleiter werden aufgefordert, die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zu beobachten", heißt es in einem brandaktuellen Rundschreiben an die Schulen.

Das Ausmaß des Noten-Chaos ist gewaltig. Denn etliche "Fleck"-Kandidaten haben das Recht, gegen ihre Note zu berufen. "Wir empfehlen ihnen, vom Recht des Einspruchs Gebrauch zu machen. Wir werden uns an das Gesetz halten", verspricht Landesschulrats-Präsident Walter Ebner.

Anzahl der ungültigen Fünfer unklar
Weil die Verantwortlichen aber nicht wissen, wie viele Lehrer der 23 AHS-Schulen in Kärnten nach dem "gesetzeswidrigen System" benotet haben, ist noch unklar, wie viele Schüler eine bessere Note bekommen müssen. Die Schulnachrichten müssen jedenfalls neu geschrieben werden.

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