Mo, 25. Juni 2018

Rettung erfolgreich

02.03.2012 19:03

In Homs verletzte Journalistin in Paris eingetroffen

Die unter dramatischen Umständen aus der syrischen Protesthochburg Homs entkommenen französischen Journalisten sind in ihrer Heimat eingetroffen. Die schwer verletzte Reporterin Edith Bouvier (im Bild) und der Fotograf William Daniels landeten am Freitagabend auf einem Militärflughafen bei Paris. Sie wurden von Präsident Nicolas Sarkozy empfangen.

Die 31-jährige Bouvier, die für die französische Zeitung "Le Figaro" arbeitet, war beim Beschuss von Homs am 22. Februar schwer an den Beinen verletzt worden. Gemeinsam mit dem britischen Pressefotograf Paul Conroy hatte sie per YouTube einen dramatischen Hilferuf an die Öffentlichkeit gerichtet (siehe Infobox). Nachdem ein erster Rettungsversuch vor wenigen Tagen gescheitert war, harrte Fotograf William Daniels mit ihr aus, bis sie am Freitag gerettet werden konnten.

Bouvier wurde heimlich in das Bekaa-Tal im Nordosten des Libanons gebracht. Ein Konvoi aus Krankenwagen und Polizeifahrzeugen brachte sie dann inmitten eines heftigen Schneesturms in ein Beiruter Spital, von wo aus sie später zum Flughafen gebracht wurde. Conroy war bereits vor ihr von Aktivisten in den Libanon gebracht worden.

Zwei Journalisten getötet: Paris leitete Ermittlungen ein
Bei dem Angriff auf ein als Pressezentrum der Rebellen genutztes Gebäude in Homs am 22. Februar waren außerdem die US-Kriegsreporterin Marie Colvin und der französische Fotograf Rémi Ochlik getötet worden. Die französische Justiz leitete nun Ermittlungen wegen des Angriffs ein, wie aus Justizkreisen in Paris verlautete wurde.

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