Vorurteil widerlegt

Studie zeigt: Frauen parken besser ein als Männer

Wissenschaft
30.01.2012 13:14
Frauen können offenbar doch besser einparken als Männer. Das geht jedenfalls aus einer am Montag veröffentlichten Studie hervor, die damit mit einem gängigen Vorurteil gegenüber Autofahrerinnen Schluss macht. Für seine Untersuchung filmte der britische Parkplatzbetreiber NCP auf 700 seiner Parkplätze einen Monat lang rund 2.500 Lenker, wie sie ihr Auto in eine freie Lücke manövrierten.

Dabei kam heraus: Frauen finden schneller einen Parkplatz, weil sie langsamer unterwegs sind und somit nicht so häufig wie Männer an einem Stellplatz vorbeifahren. Zudem schafft es jede zweite Frau, ihr Fahrzeug genau in die Mitte der freien Lücke zu stellen - während das nur bei jedem vierten Mann klappt.

Auch das Rückwärtsparken ist der britischen Studie zufolge für mehr Frauen ein Leichtes als für Männer. Demnach parkten im Rückwärtsgang 39 Prozent der beobachteten Autofahrerinnen so gewissenhaft ein, wie es Fahrschulen empfehlen. Bei den Männern waren es dagegen nur 28 Prozent.

Männer parken schneller ein
Einzig bei der Schnelligkeit des Parkens schnitten die Männer besser ab: Sie brauchten der Untersuchung zufolge durchschnittlich 16 Sekunden, um ihr Auto in die Lücke zu manövrieren. Bei den Frauen waren es 21 Sekunden.

Fahrlehrer Neil Beeson, der für das Experiment verantwortlich war, zeigte sich von den Ergebnissen "überrascht". "Die Männer sind während der Fahrstunden generell besser", sagte er dem britischen Sender ITV. "Aber es sieht so, als würden Frauen besser ihre Lehren aus dem Unterricht ziehen." Beeson empfahl deshalb den Männern, sich gegenüber ihren Partnerinnen in puncto Einparken "respektvoller" zu verhalten, denn "die Fakten sprechen für sich".

Widerspruch zu deutscher Studie
Die aktuelle Studie widerspricht damit auch einer Untersuchung der Ruhr-Universität Bochum aus dem Jahr 2010, bei der Forscher das Vorurteil, Frauen könnten schlechter einparken, teilweise bestätigt hatten (Bericht in der Infobox), aber auch herausfanden, dass dabei ein negatives Selbstbild eine wesentliche Rolle spielt.

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