Schlepper in Bulgarien

Aufgriffe an EU-Grenze um 70 Prozent gestiegen

Ausland
22.08.2023 18:24
Porträt von krone.at
Von krone.at

Immer mehr Menschen versuchen über die bulgarisch-türkische Grenze irregulär in die Europäische Union zu gelangen. Die Anzahl der Aufgriffe in diesem Jahr ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nach bulgarischen Angaben um 70 Prozent gestiegen - zudem sei ein großer Schlepperring ausgehoben worden.

Vier Personen, darunter der mutmaßliche Bandenchef, seien festgenommen worden, teilte die bulgarische Grenzpolizei in einer Aussendung am Dienstag mit. Ebenfalls zu Festnahmen kam es im Zuge einer Polizeirazzia in der bulgarischen Hauptstadt Sofia in der Nacht auf Dienstag. 16 Männer zwischen 17 und 20 Jahren ohne Papiere warteten auf die Weiterreise nach Westeuropa, hieß es.

Am Montagabend flog unterdessen der Versuch von zwölf syrischen Staatsbürgern auf, über Bulgarien und Serbien nach Westeuropa zu gelangen. Sie wurde bei einer Verkehrskontrolle gestellt. 

Kinder an Bord
In beiden angehaltenen Pkw waren auch Kinder. Am Montag entdeckte die Polizei 30 irregulär eingereiste Migranten in einem Kleinbus auf der Autobahn nahe Sofia. Acht von ihnen befanden sich in Erstickungsgefahr und wurden umgehend ins Krankenhaus eingeliefert.

18 Migranten in Griechenland hatten weniger Glück. Bei den Waldbränden im Nationalpark Dadia in Nordostgriechenland sind am Dienstag die verbrannten Leichen der Menschen nahe der Grenze zur Türkei entdeckt worden, teilte ein Sprecher der Feuerwehr mit. Auch diese Region werde von Migranten häufig als Route für den Übertritt von der Türkei in die Europäische Union genutzt.

„Da niemand vermisst wird, gehen wir davon aus, dass es sich um illegale Einwanderer handelt“, sagte Feuerwehrsprecher Giannis Artopoios dem griechischen Staatssender ERT.

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