21.01.2012 18:07 |

Überflieger

Schlierenzauer holt in Zakopane seinen 39. Weltcup-Sieg

Gregor Schlierenzauer hat am Samstag in Zakopane den Spieß umgedreht. Nach seiner kleinen Pechsträhne mit dem gerissenen Reißverschluss auf dem Kulm sowie am Freitag zweimal sehr schlechten Windbedingungen schlug der 22-jährige Tiroler am Samstag in Zakopane zurück. Mit Weiten von 131,5 und 132 Metern sicherte sich Schlierenzauer nicht nur seinen bereits fünften Sieg in Zakopane, sondern den insgesamt 39. seiner Karriere. Er zog damit in der Sieger-Rekordliste mit dem bereits zurückgetretenen Polen Adam Malysz gleich.

Vierschanzentournee-Sieger Schlierenzauer gewann 3,5 Punkte vor dem Deutschen Richard Freitag und 7,2 Zähler vor dem Norweger Anders Bardal. Der Norweger hatte nach dem ersten Durchgang geführt. Rang vier ging an Weltcup-Spitzenreiter Andreas Kofler, der damit seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf seinen Teamkollegen noch bei 39 Zählern halten konnte.

Für Schlierenzauer bedeutete der Sieg bei diesmal zumindest relativ gleichmäßigen Rückenwindbedingungen freilich eine Genugtuung, war er doch zuletzt zweimal unter seinem Wert geschlagen worden.

"Wir können uns glücklich schätzen, dass wir den Sieg geholt haben. Es war ein Springen auf einem sehr hohen Niveau", freute sich Cheftrainer Alexander Pointner, der auch froh war, dass man das Springen noch vor dem angesagten Schneefall über die Bühne brachte.

Schlierenzauer holt Malysz ein
Dass Schlierenzauer nun gemeinsam mit Malysz bei 39 Siegen hält und ihm mit gerade 22 Jahren nur noch sieben Erfolge auf die finnische Allzeitgröße Matti Nykänen fehlen, gefällt auch dem langjährigen Erfolgstrainer. "Es ist beeindruckend, dass immer wieder neue Rekorde dazukommen. Es ist schon etwas ganz Besonderes, andere brauchen da eine ganze Karriere. Bei ihm kann man sagen, wenn es ihm weiterhin so viel Spaß macht, kann noch einiges dazukommen."

In Sachen Gesamt-Weltcup will Pointner nach 15 von 27 Bewerben noch nicht wirklich über den möglichen Gewinn der großen Kristallkugel sprechen. "Wir sind jetzt knapp bei der Hälfte, wir müssen einfach in Ruhe weiterarbeiten." Nächste Arbeitsstätte ist kommende Woche mit der weiten Reise nach Sapporo verbunden, noch ist nicht klar, mit welcher Besetzung die ÖSV-Adler vertreten sein werden. Sicher ist nur, dass Martin Koch zu Hause bleibt, denn der Kärntner will schon ganz in Richtung Skiflug-WM in Vikersund hinarbeiten.

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