Mit 26 teils minderjährigen Flüchtlingen raste ein Schlepper am Sonntag bei Ilz (Steiermark) der Polizei davon. 60 Kilometer dauerte die Flucht des weißen Kleintransporters - und das mit 180 km/h, wie nun bekannt wurde. Dabei gefährdete der schwedische Schlepper mit syrischen Wurzeln viele Verkehrsteilnehmer. Nach diesen Zeugen sucht jetzt die Polizei.
Eine Streife der Fremdenpolizei wollte den weißen Mercedes Sprinter vergangenen Sonntag gegen 9.30 Uhr kontrollieren. Doch der Mann trat aufs Gas und raste in äußerst riskanter Fahrweise und mit waghalsigen Überholmanövern rund 60 Kilometer weit über die Südautobahn in Richtung Graz bzw. Klagenfurt.
Zum Teil überholte der Schlepper sogar rechts auf dem Pannenstreifen und brachte so nicht nur andere Verkehrsteilnehmer, sondern auch die 26 illegal geschleppten Personen im vollbesetzten Laderaum des gemieteten Kleintransporters mit deutschem Kennzeichen in Gefahr. Sie waren laut Feuerwehr Söding zwar dehydriert, ansonsten aber unverletzt.
Zeugen der Wahnsinnsfahrt gesucht
Ein auf der Fahrbahn quergestellter Streifenwagen konnte den Lenker dann nach rund 30-minütiger Verfolgungsjagd am Autobahnzubringer Mooskirchen stoppen. Die Polizei sucht nun nach Zeugen der riskanten Flucht.
Sie sollen sich bei der Polizeiinspektion Ilz-FGP (Tel. 059133/6224-200, in der Zeit von 7 Uhr bis 19 Uhr) melden.
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