07.01.2012 15:49 |

"Krone"-Interview

Niko Pelinka: "Ich bin hier für viele der Blitzableiter"

Eine umstrittene Besetzung beutelt den ORF. Darf Niko Pelinka Büroleiter von Generaldirektor Alexander Wrabetz werden? Im Interview mit Conny Bischofberger spricht der 25-Jährige über Ehrgeiz, Macht und böse Kommentare.

Was hat man nicht alles lesen müssen über ihn: Er sei ein Promi-Söhnchen und ideologieloser Karrierist, habe eine schnöselige Frisur und ein infames Grinsen, sei mit 25 Jahren seinem künftigen Job bestimmt nicht gewachsen. Ins Café Schottenstift kommt ein gepflegter junger Mann im dunklen Anzug, darüber trägt er einen grauen Lodenmantel. Für die drei Minuten Verspätung hat er sich per SMS entschuldigt.

"Ich bin nervös", gesteht Pelinka; die Rolle des Interviewten ist dem ehemaligen Pressesprecher, ÖBB-Kommunikator und SPÖ-Vertrauten nicht angenehm. Er wählt seine Worte deswegen mit Bedacht, hält manchmal inne, um seine Gedanken nicht unkontrolliert preiszugeben. Contenance ist sein Gebot der Stunde.

Seitdem Wrabetz einen Tag vor Weihnachten verkündet hat, dass dieser junge Mann sein Büroleiter werden soll, bläst ihm ein heftiger Wind ins Gesicht. Die ORF-Redakteure sehen die Unabhängigkeit des Senders bedroht, der amtierende "Jedermann“" und Namensvetter Nicholas Ofczarek parodiert den "roten Niko" gnadenlos, und Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek bezeichnet ihn gar als den "Totengräber, das Ende der Sozialdemokratie".

Im "Krone"-Gespräch, kurz vor Ende der Bewerbungsfrist für den Posten des Büroleiters von Wrabetz, erzählt Pelinka, wie er die letzten Wochen erlebt hat und warum er dem ORF-Generaldirektor angeboten hat, seine Bewerbung zurückzuziehen.

"Krone": Herr Pelinka, gegen Ihre Bestellung als Büroleiter des ORF-Chefs gibt es einen nie da gewesenen Sturm der Entrüstung. Können Sie den Unmut nachvollziehen?
Niko Pelinka: Ich glaube, man muss differenzieren. Das eine ist eine Debatte innerhalb des ORF, da äußern ORF-Redakteure ihre Sorgen. Die Sorgen muss ich ernst nehmen und ausräumen - durch konsequente Arbeit in den nächsten Monaten und auch durch ein klares Bekenntnis zur Unabhängigkeit des ORF. Das andere sind mehr oder weniger sinnvolle Kommentare von außerhalb des ORF.

"Krone": Wie wollen Sie die Sorge um die Unabhängigkeit des ORF ausräumen?
Pelinka: Indem ich beweise, dass diese Sorgen unbegründet sind. Ich habe weder vor, die journalistische Unabhängigkeit der ORF-Mitarbeiter in Frage zu stellen, geschweige sie konterkarieren zu wollen. Ich werde mich nie in irgendeiner Form in journalistische Arbeitsprozesse einmischen. Ich wäre auch blöd, es zu wollen, weil die ORF-Redaktionen hervorragende Arbeit leisten und nicht zu Unrecht gerade als "Redaktion des Jahres" ausgezeichnet wurden.

"Krone": Gibt es Ihnen nicht zu denken, dass sogar Politiker aus Ihrer eigenen Partei - Salzburgs Landeshauptfrau und der SJ-Vorsitzende zum Beispiel - die Optik verheerend finden?
Pelinka. Ehrlich gesagt lasse ich mir von keinem Politiker vorschreiben, welchen Karriereweg ich nehme. Deshalb lasse ich mir auch nicht vorschreiben, welchen Karriereweg ich nicht machen darf, und zwar egal von welcher Partei. Das ist ein persönlicher Karriereschritt, der mit Politik überhaupt nichts zu tun hat, und insofern muss man in aller Klarheit festhalten: Die Politik muss sich da auch raushalten.

"Krone": Entschuldigung, aber wenn sich der ORF-Chef jenen Mann als engsten Mitarbeiter aussucht, der im Stiftungsrat seine Wiederwahl ermöglicht hat, dann ist das doch eine Verflechtung von Politik und ORF. Vielleicht war es sogar noch schlimmer, und er hat jenen Mann genommen, den die SPÖ sich ausgesucht hat.
Pelinka: Auch wenn es viele behaupten, wird es nicht richtiger. Das ist schlichtweg falsch! Erstens muss mit der Mär aufgeräumt werden, dass ich SPÖ-Funktionär wäre, geschweige denn Politiker. Ich war in meinem Leben noch nie für eine Partei tätig, ich war noch nie auf einem politischen Mandat, ich war...

"Krone": Sie waren bis vor kurzem Stiftungsrat des ORF, und zwar Sprecher des SPÖ-Freundeskreises.
Pelinka: Ich habe als Stiftungsrat Alexander Wrabetz unterstützt, weil ich der Meinung war und weiterhin bin, dass er ein sehr guter Generaldirektor ist. Auch wenn jetzt versucht wird, die Legende der SPÖ als Handlungsmaxime meiner Person zu spinnen: So ist es nicht. Ich habe auch das Angebot, für ihn zu arbeiten, nicht aufgrund meines Stimmverhaltens bekommen, sondern weil ich Alexander Wrabetz in den letzten zwei Jahren sehr intensiv kennengelernt habe. Aus dieser gemeinsamen Zeit sind Respekt und Vertrauen erwachsen, und daraufhin hat mich Alexander Wrabetz gefragt, ob ich sein Büroleiter werden möchte.

"Krone": Finden Sie es legitim, dass ein Stiftungsrat direkt ins Unternehmen wechseln kann? Der unabhängige Stiftungsrat Franz Küberl hat das infrage gestellt.
Pelinka: Das muss in Zukunft der Stiftungsrat oder der Gesetzgeber diskutieren, ob er sich da auf etwas anderes festlegen möchte. Bisher ist es - wie in jedem anderen Unternehmen - möglich.

"Krone": Kritik hagelt es auch an der Vorgangsweise Ihrer Bestellung. Erst die offizielle Ankündigung, und danach eine Alibi-Ausschreibung. War das nicht ein Verstoß gegen das ORF-Gesetz?
Pelinka: Formal will und kann ich dazu nichts sagen. Das ist Aufgabe meines zukünftigen Arbeitgebers.

"Krone": Nach der Alibi-Ausschreibung hat es dann massenweise Alibi-Bewerbungen gegeben, angeblich 3.000. Armin Wolf hat höchstpersönlich auf Twitter dazu aufgerufen. Wie geht es Ihnen damit?
Pelinka: Ob es 3.000 sind, wird sich kommende Woche weisen. Am Ende wird trotzdem der Generaldirektor zu entscheiden haben, wen er als seinen Büroleiter will.

"Krone": Ganz ehrlich - fühlen Sie sich wirklich gewappnet, diesen Job zu machen? Fernseherfahrung haben Sie ja keine.
Pelinka: Diese Tätigkeit ist ja auch keine journalistische, sondern eine Stabsfunktion. Ich unterstütze den Generaldirektor bei der Organisation seines Tagesablaufs. Ich habe einen sehr ähnlichen Job - dreieinhalb Jahre bei der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur - gemacht.

"Krone": Sie untertreiben ein wenig. Büroleiter im ORF ist vergleichbar mit einem Kabinettschef, über dessen Schreibtisch jede Entscheidung geht.
Pelinka: Es ist eine Zuarbeiterfunktion für einen Generaldirektor eines großen Unternehmens. Ich fühle mich deshalb durch meine Erfahrung im Unterrichtsministerium und meine guten Kenntnisse des ORF - ich war immerhin knapp zwei Jahre im Stiftungsrat dieses Unternehmens - sehr wohl gewappnet für diesen Job. Vor allem, weil es zwischen mir und Alexander Wrabetz eine gute Arbeitsbeziehung gibt.

"Krone": Warum will Sie keiner auf diesem wichtigen Posten sehen?
Pelinka: Ich erhalte auch viel Zuspruch. Die Ebene, die ich persönlich erlebe, ist mein Bekanntenkreis und jene Menschen, die mich gut kennen. Die andere Ebene ist das Bild, das medial von mir gezeichnet wird. Meine Freunde und Bekannten überrascht dieses Bild sehr.

"Krone": Die Debatte wurde sehr tief und unangemessen geführt: Sie sind als Wiedergänger eines minderbemittelt aussehenden spanischen Habsburgers bezeichnet worden, als gelackter Parteikindersoldat, als größenwahnsinniger Sozenschnösel. Was machen diese Untergriffigkeiten mit Ihnen als Mensch?
Pelinka: Man muss damit leben, man muss es aber nicht toll finden, was da passiert.

"Krone": Warum drücken Sie sich so vornehm aus?
Pelinka: Ich finde diese Verrohung sehr bedenklich. Eine sachliche Debatte über einen mehr oder weniger relevanten Job im ORF ist das eine. Die persönliche Diffamierung ist etwas ganz anderes und das belastet mich und auch die Debatte an sich.

"Krone": Was hat Sie am meisten verletzt?
Pelinka: Ich werde da jetzt keine Formulierung herausgreifen, aber besonders bedenklich finde ich die Ebene, wo meine Familie hineingezogen wird. Dafliktkultur aushalten. Ich versuche, das auf einer sachlichen Ebene zu tun.

"Krone": Das muss Ihnen ja erst einmal einer nachmachen: Sie sind mit 25 schon zu einer bedeutenden Figur in der Kunstszene geworden.

Pelinka verzieht keine Miene.

"Krone": Elfriede Jelinek ruft wegen dem "kleinen Niko das Ende der Sozialdemokratie" aus, Burgschauspieler Ofczarek parodiert Sie, und bestimmt wird Arnulf Rainer Sie demnächst übermalen. Wenn Sie das losgelöst von Ihrer Person auf den Punkt bringen müssten, was läuft da?
Pelinka: Ich glaube, die Debatte hat eine Symbolebene erreicht, die mit meiner Person nichts mehr zu tun hat. Ich bin hier für viele und vieles der Blitzableiter.

"Krone": Haben Sie den Text von Elfriede Jelinek gelesen?
Pelinka: Selbstverständlich. Ich werde aber sicher keine Kommentierung eines literarischen Textes der Frau Jelinek abgeben. Ich kann nur sagen, dass ich sie nicht kenne und sie mich nicht kennt.

"Krone": Auch Peter Huemer, Gerd Bacher und André Heller haben sich zusammengetan, um die Unabhängigkeit des ORF - vor Ihnen - zu retten. Ist das legitim?
Pelinka: Ich glaube nicht, dass die Unabhängigkeit des ORF in Gefahr ist. Ich glaube - und das zeigt ja auch der Diskurs, der da rund um meine Person ganz offen geführt wird -, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in diesem Unternehmen so frei sind wie noch nie, dass es eine gesunde, demokratische Kultur in diesem Unternehmen gibt. Warum kann man diese Diskussion nicht in sechs Monaten führen? Thema: "Was hat Pelinka getan und ist die Unabhängigkeit dadurch gefährdet worden?" Ich sage Ihnen, es wird keinen Grund zur Kritik geben.

"Krone": Dass Sie der ORF-Beauftragte der SPÖ sind, das würden Sie dementieren?
Pelinka: Ja, das würde ich dementieren. Sie können jeden Journalisten, jede Journalistin im ORF fragen, wie oft sie in den letzten zwei Jahren vom Herrn Pelinka einen Anruf bekommen haben, ob es eine Intervention gab. Es gab solche Interventionen nicht, und es wird sie auch nicht geben, das werden auch Dieter Bornemann und Armin Wolf bestätigen.

"Krone": Stichwort Dieter Bornemann, Redakteurssprecher des ORF, der sich auch alibihalber beworben hat. Denken Sie sich nicht manchmal insgeheim: Okay, soll doch der den Job machen. Warum tun Sie sich das bei so viel Gegenwind überhaupt noch an?
Pelinka: Ich habe dem Generaldirektor angeboten, meine Bewerbung zurückzuziehen für den Fall, dass er zu einer anderen Einschätzung kommen sollte und jemand anderen für diesen Job möchte.

"Krone": Wann war das?
Pelinka: Im Laufe der aktuellen Diskussion. Er hat mich allerdings darum gebeten, meine Bewerbung aufrecht zu erhalten. Mein Angebot steht aber natürlich weiterhin.

"Krone": Was war der Auslöser für diesen Schritt?
Pelinka: Der doch massive mediale Sturm, der da losgetreten wurde.

"Krone": Aber Wrabetz will Sie halten. Tritt also früher der "einsame Wulff" (der deutsche Bundespräsident Christian Wulff, Anm.) zurück als Sie?
Pelinka:(lächelt) Ich erhalte meine Bewerbung so lange aufrecht, so lange der Generaldirektor das möchte. Was Herr Wulff macht, ist eine andere und auch deutlich relevantere Geschichte.

"Krone": Könnte der ausdrückliche Wunsch von Wrabetz, dass Sie es werden müssen, auch damit zu tun haben, dass der Büroleiter nur die Vorstufe zum ORF-Generalsekretär ist?
Pelinka: Nein. Wenn der Generaldirektor einen Generalsekretär wollte, könnte er ihn ja jederzeit ernennen. Da braucht er keinen anderen Job als Zwischenstopp.

"Krone": Herr Pelinka, täuscht der Eindruck, dass Sie schon viel fröhlicher waren?
Pelinka: Hm. Es wäre bedenklich, wenn ein zweiwöchiger Mediensturm sich nicht auf mein Gemüt niederschlagen würde. Insofern mag das schon stimmen. Es war schon mal ruhiger, sagen wir es mal so.

"Krone": Mit wem können Sie eigentlich diese doch sehr belastende Sache besprechen?
Pelinka: Gerade in so turbulenten Zeiten ist die Familie das Wichtigste. Meine Eltern und ein enger Kreis von Freunden.

"Krone": Gehört Laura Rudas dazu?
Pelinka: Mit Laura Rudas habe ich in dieser Angelegenheit ganz bewusst wenig gesprochen, weil das keine Debatte der Politik ist, sondern eine ganz persönliche.

"Krone": Haben Sie es als Sohn eines prominenten Vaters eigentlich leichter oder schwerer gehabt?
Pelinka: Ich hatte das Glück, dass ich ein Elternhaus hatte, das mich immer voll unterstützt hat. Ich hatte aber auch das Glück, dass meine Eltern mich schon im Alter von 18 Jahren in die berufliche und finanzielle Unabhängigkeit entlassen haben. Meine Eltern stehen mir immer mit Rat und Tat, aber auch Kritik zur Seite, aber mein beruflicher Werdegang ist meiner, und ich trage auch die volle Verantwortung dafür.

"Krone": Was antworten Sie jenen, die raunzen, man muss schon ein Promi-Sohn sein, um mit 25 einen Top-Job in der Republik zu bekommen...
Pelinka: Dass es ganz allgemein ein Phänomen ist in Österreich, dass ein junger Mensch, der in diesem Land Verantwortung übernimmt, erst einmal durch Sonne und Mond geprügelt wird. Bei Staatssekretär Sebastian Kurz hat man dieses Phänomen sehr gut beobachten können. Ein paar Monate später kommt man dann drauf: "Na, ganz so schlimm ist es doch nicht." Ich werde alles dafür tun, dass dasselbe in ein paar Monaten auch über mich gesagt wird.

"Krone": Was genau soll man über Sie sagen?
Pelinka: Dass sich die Ängste und Sorgen nicht erfüllt haben, dass ich harte seriöse Arbeit für den ORF geleistet habe. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich ein Arbeitstier bin. Jemand, der sich voll und ganz mit seiner Tätigkeit identifiziert und der sich Anerkennung gerne durch Leistung verschafft.

"Krone": Und Ihre größte Schwäche?
Pelinka:(überlegt lange) Eine Mischung aus Ungeduld und übermäßiger Eile.

"Krone": Sie haben klargestellt, dass Sie nie politischer Funktionär waren. Sie sind aber Mitglied der SPÖ. Was ist sozialdemokratisch an Ihnen?
Pelinka: Ich teile gewisse Werte mit der Sozialdemokratie. Zum Beispiel ein sehr starkes Gerechtigkeitsbewusstsein, vor allem im bildungspolitischen Bereich, wo ich auch lange gearbeitet habe. Auch im gesellschaftspolitischen Bereich. Aber das sind persönliche Werte, die für meinen beruflichen Werdegang nicht ausschlaggebend sind.

Steckbrief von Niko Pelinka
Geboren am 14. Oktober 1986 als Sohn von "News"-Chefredakteur Peter Pelinka in Wien. Sein Onkel ist der Politikwissenschafter Anton Pelinka. 2006 wurde Niko Pelinka parlamentarischer Mitarbeiter von Andreas Schieder, 2007 Pressesprecher von Unterrichtsministerin Claudia Schmied. Berufsbegleitendes Studium "Politische Kommunikation" an der Donau-Universität Krems. Ab 2010 war Pelinka Koordinator für "Public Affairs" bei den ÖBB und ORF-Stiftungsrat.

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