So, 19. August 2018

Datums-Trick

30.12.2011 13:31

Inselparadies Samoa übersprang den 30. Dezember

Die Einwohner von Samoa im Pazifik haben einen Tag in ihrem Leben verloren. Am Donnerstag um Mitternacht - Freitag um 11 Uhr unserer Zeit - sprang der Mini-Staat einfach einen Tag nach vorn und katapultierte sich so direkt vom 29. zum 31. Dezember. Hinter der außergewöhnlichen Aktion stecken wirtschaftliche Gründe: Der Handel mit anderen Ländern soll vereinfacht werden.

Faktisch war die Aktion von Samoa ein Sprung über die Datumsgrenze. Stand das Mini-Land bislang ganz am Ende der Datumszone - feierte also stets als letzter Staat Silvester - rückte es jetzt an den Anfang und liegt damit in derselben Zeitzone wie der Haupt-Handelspartner Neuseeland. Im Vergleich zu Mitteleuropa ist Samoa damit ab jetzt 13 Stunden voraus statt elf Stunden zurück.

Gemeinsam mit den rund 190.000 Einwohnern von Samoa wechselten auch die zu Neuseeland gehörenden Tokelau-Inseln nördlich von Samoa mit ihren 1.500 Einwohnern auf die andere Seite der Datumsgrenze.

Ab sofort fünf statt drei gemeinsame Arbeitstage pro Woche
Auslöser für den ungewöhnlichen Schritt waren wirtschaftliche Gründe. Wegen des bisherigen Datumunterschieds hatte es mit dem Haupt-Handelspartner Neuseeland nur drei gemeinsame Arbeitstage pro Woche gegeben. Der Montag in Neuseeland war noch Sonntag in Samoa, der Freitag in Samoa schon Samstag in Neuseeland. "Jetzt haben wir fünf gemeinsame Arbeitstage. Das wird auf der Stelle Vorteile bringen", sagte Regierungschef Tuilaepa Sailele Malielegaoi. "Wir freuen uns schon auf das neue Jahr."

Die Einwohner nahmen die Umstellung übrigens locker und waren sehr zufrieden, wie der Regierungschef nach der mitternächtlichen Zeremonie in der Hauptstadt Apia gegenüber dem Rundfunksender BBC sagte. Das Fest ging eher ruhig als ausgelassen über die Bühne: "Wir haben nur Tee und Kaffee getrunken, um das Ereignis zu feiern", so Malielegaoi.

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