Do, 20. September 2018

Mindestens 17 Tote

29.12.2011 13:35

Explosion und Feuer vernichten ganzen Stadtteil in Burma

Bei einem Großbrand nach einer heftigen Explosion sind am Donnerstag im burmesischen Rangun mindestens 17 Menschen getötet und mehr als 80 weitere verletzt worden. Die Explosion in einem Lagerhaus im Osten der ehemaligen Hauptstadt und das Feuer richteten schwere Verwüstungen an, rund 900 Menschen wurden obdachlos. Die Ursache ist noch unklar, ein Regierungsvertreter schloss jedoch einen Bombenanschlag aus.

Die Explosion erschütterte nach Angaben der Behörden gegen 2 Uhr Ortszeit das Viertel Minglar Taung Nyunt. Sie löste einen Großbrand aus, der sich rasch auf benachbarte Lagerhallen und Wohnhäuser ausbreitete. Da die meisten Gebäude aus Holz waren, brauchte die Feuerwehr Stunden, um den Brand zu löschen. Dabei starben fünf Feuerwehrleute, 37 wurden verletzt. Rangun ist die größte Stadt des südostasiatischen Landes Burma, das auch Birma oder Myanmar genannt wird. Die Metropole hat mehr als vier Millionen Einwohner.

In der explodierten Halle wurde nach ersten Berichten Schießpulver aufbewahrt. Insgesamt sieben Warenlager und rund 50 Häuser wurden bei dem Unglück zerstört, rund 900 Menschen verloren ihr Dach über dem Kopf und größtenteils auch ihr gesamtes Hab und Gut. Sie wurden vorläufig in einem benachbartem Kloster untergebracht.

Mehrere Meter tiefer Krater am Unglücksort
Die Wucht der Explosion hinterließ einen mehreren Meter tiefen und zehn Meter breiten Krater. Sie war so heftig, dass sie auch in anderen Stadtteilen die Menschen aus dem Schlaf riss. Hunderte rannten besorgt auf die Straße.

In den vergangenen Jahren wurden in Burma immer wieder Anschläge verübt, für die die Regierung meist Rebellengruppen verantwortlich machte. Erst vergangene Woche war im Norden Ranguns eine Frau durch einen Sprengsatz getötet worden. Die Armee kämpft seit Jahren gegen aufständische ethnische Minderheiten. In den vergangenen Wochen verstärkte die neue zivile Regierung aber die Bemühungen zur Lösung der Konflikte.

Vorsichtige Öffnung des einst abgeschotteten Staates
Der jahrzehntelang streng abgeschottete Staat hatte zuletzt eine vorsichtige Öffnung eingeleitet. Anfang Dezember besuchte mit Außenministerin Hillary Clinton (siehe Video in der Infobox) erstmals seit mehr als 50 Jahren ein ranghoher US-Regierungsvertreter das Land. Clinton traf unter anderem die burmesische Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi.

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