Motorboote im Einsatz

Truppen kämpfen um Brückenkopf am Dnipro

Ukraine-Krieg
19.07.2023 15:47
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die russischen und ukrainischen Truppen sollen derzeit am Fluss Dnipro um einen kleinen Brückenkopf und Inseln kämpfen. Laut dem Verteidigungsministerium in London sollen dabei kleine, schnelle Motorboote auf beiden Seiten im Einsatz sein.

„Und die Ukraine hat erfolgreich taktische, unbemannte Einweg-Fluggeräte eingesetzt, um einige russische Boote zu zerstören“, hieß es in der Mitteilung der britischen Militärexpertinnen und -experten. Für die russischen Truppen stelle sich gerade die Frage, ob sie auf die Bedrohung reagieren und die Kräfte verstärken. Das würde aber dann zulasten der bereits ausgedünnten Einheiten im Oblast Saporischschja gehen. Diese kämpfen derzeit gegen die ukrainische Gegenoffensive.

Einige Verletzte in Odessa
In der Nacht auf Mittwoch war die für den Getreidexport wichtige südukrainische Hafenstadt Odessa - wie berichtet - Ziel russischer Angriffe. „Einen solchen großen Angriff haben wir seit dem Beginn des groß angelegten (russischen) Einmarsches nicht erlebt“, schrieb der Bürgermeister von Odessa, Hennadij Truchanow, am Mittwoch auf Facebook. Laut Behörden wurden mindestens sechs Menschen verletzt. Getroffen wurden laut ukrainischer Seite Hafenanlagen mit einem Getreide- und einem Speiseölterminal. Beschädigt worden seien zudem Tanks und Verladeanlagen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj brachte die Angriffe mit dem Ende des Getreideabkommens in Verbindung. „Die russischen Terroristen zielen absolut bewusst auf die Infrastruktur des Getreideabkommens, und jede russische Rakete ist ein Schlag nicht nur auf die Ukraine, sondern auf alle in der Welt, die ein normales und sicheres Leben anstreben“ schrieb der Staatschef am Mittwoch auf Telegram. Das Militär habe nun die Anweisung bekommen, die Hafeninfrastruktur besser zu schützen.

Die russische Seite hatte das Abkommen, um ukrainisches Getreide über das Schwarze Meer zu verschiffen, am Montag gestoppt. Berichte über Luftangriffe gab es aber auch aus anderen Gebieten als Odessa. Das russische Verteidigungsministerium hatte angekündigt, Vergeltung für die beschädigte Brücke zur Halbinsel Krim üben zu wollen.

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