Sa, 18. August 2018

Sex-Affäre

09.12.2011 12:37

Strauss-Kahn durch neues Hotel-Video reingewaschen?

Neu aufgetauchte Videobilder entlasten Ex-IWF-Boss Dominique Strauss-Kahn in der angeblichen Sex-Affäre. Der französische Sender BFMTV präsentierte jetzt Filmmaterial aus den Überwachungskameras des New Yorker Sofitels. Stutzig machen dabei nicht nur der alles andere als gehetzt wirkende Strauss-Kahn, sondern vor allem auch das seltsame Verhalten des vermeintlichen Opfers und ein Freudentanz zweier Hotelangestellter.

Die Videobilder zeigen Strauss-Kahn, als er am 14. Mai ohne Hast an der Rezeption des Sofitel seine Rechnung bezahlt und anschließend ein Taxi besteigt - und das in aller Seelenruhe, obwohl er gut 20 Minuten zuvor das Zimmermädchen Nafissatou Diallo vergewaltigt haben soll. Von einer überhasteten Flucht, von der die US-Behörden stets geredet hatten, ist also nichts zu sehen.

Weitere Aufnahmen, die nach der Abreise Strauss-Kahns gemacht wurden, zeigen Nafissatou Diallo. Auch sie wirkt äußerlich zunächst völlig ruhig und wartet in einem Mitarbeiter-Bereich auf Kollegen (Bild rechts). Erst später beginnt sie heftig gestikulierend zu diskutieren. Anschließend wartet sie wieder auf einem Stuhl sitzend - ruhig und alleine.

Merkwürdiger Freudentanz der Security
In dem Video ist auch der Notruf zu hören, den die Security des Hotels an die Polizei absetzt - etwa 30 bis 40 Minuten nach der vermeintlichen Tat. Dann folgt eine Szene, die von vielen Verschwörungstheoretikern als der definitive Beweis dafür gesehen wird, dass der damalige Anwärter auf die auf die französische Präsidentschaft in eine Falle gelockt wurde: Zwei Angestellte der französischen Hotelkette ziehen sich nach dem Notruf in einen - vermeintlich unbeobachteten - Winkel zurück und führen einen wahren Freudentanz auf. Ganz so, als sei ihnen nach der erfolgreichen Durchführung einer schwierigen Mission ein Stein vom Herzen gefallen. Das Video in kompletter Länge findest du hier.

Für Strauss-Kahn kommt dieses Video allerdings zu spät. Seine Präsidentschafts-Ambitionen musste er nach den Ermittlungen begraben. Und das Srafverfahren gegen ihn wurde auch ohne das Video eingestellt: Das Zimmermädchen wurde nach widersprüchlichen Aussagen von der US-Justiz als unglaubwürdig eingestuft.

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