Feuer und Geist. „Leidenschaft“, „Feuer“, „voller Power“, „brennen“ - nur einige der Vokabeln, die gestern bei der Präsentation des neuen SPÖ-Führungsteams im Parlament mehrfach zu hören waren. In der nun vierköpfigen Klubspitze finden sich die zuletzt am häufigsten genannten Namen - wenn auch nicht unbedingt in der erwarteten hierarchischen Reihenfolge. Der neue Parteiobmann nützt die Möglichkeit, als Bundesrat auch Klubobmann sein zu können - allerdings fehlt ihm das Stimm- und Rederecht im Nationalrat. Dort wird der Kärntner Doskozilianer Philip Kucher die Nummer 1 - als geschäftsführender Klubobmann. Julia Herr und Frauenvorsitzende Eva-Maria Holzleitner fungieren als Stellvertreterinnen. „Ein unglaublich starkes Team“, wie Babler sein Trio anpreist, Kucher sprach davon, dass ihn und seine beiden Stellvertreterinnen „Feuer und Geist“ verbinden. Besser als Feuer und Wasser …
Neue Jugendsünden. „Warten wir, ob uns Andreas Babler heute doch noch überraschen wird“, schrieb ich gestern hier an dieser Stelle. Und Babler hat zwar alle als Kandidatinnen und Kandidaten genannten Mitstreiter in sein Team einbezogen - und dennoch mit dem neuen Geschäftsführer-Duo überrascht, für das er zwei bisher der Öffentlichkeit so gut wie unbekannte Kandidaten aus dem Hut zauberte. In den Parteigremien wurden alle Personalien einstimmig abgesegnet. Ein für die SPÖ seltenes Ergebnis. Weshalb der neue Parteichef auch jubelte: „Ab heute ist die Sozialdemokratie wieder eine vereinigte Partei.“ Klingt zu optimistisch: Gestern wurden weitere „Jugendsünden“ Bablers gestreut: Als Mittzwanziger hatte der damalige Landessekretär der niederösterreichischen Sozialistischen Jugend in der SJ-Zeitung zur Verbrennung der Kreuze in den Schulen aufgerufen. „Feuer“ und „brennen“ - es spielte, wenn auch in anderem Zusammenhang, bei Babler offensichtlich immer schon eine wichtige Rolle…
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