466 Punkte markiert

Wo sich Vorarlberger Verkehrsberuhigung wünschen

Vorarlberg
12.06.2023 14:30

Die Vorarlberger Bevölkerung war aufgerufen, Orte zu nennen, an denen sie sich eine Verkehrsberuhigung wünscht: 466 Punkte im ganzen Land wurden markiert.

Österreich sei ein Autoland, meinte jüngst Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP). Vorarlberg ist da keine Ausnahme. Viele Gemeinden stöhnen unter den Blechlawinen, die sich tagtäglich durch die Straßen wälzen, etwa Lustenau oder Alberschwende. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) wollte es nun genau wissen: Wo werden in Vorarlberg Verkehrsberuhigungen gewünscht? Auf einer virtuellen Landkarte konnten die Bürger und Bürgerinnen Markierungen setzen - derer gibt es nun 466 in 52 Gemeinden. Die so erhobenen Daten werden vom VCÖ an die jeweiligen Gemeinden weitergeleitet. Im Raum Bregenz wurden 92 Stellen markiert, im Raum Dornbirn waren es gleich 192.

Zu laut, zu schnell
Abgefragt wurde auch, warum an genau dieser oder jener Stelle eine Verkehrsberuhigung gewünscht ist. 15 Prozent nannten eine zu hohe Abgasbelastung als Grund, 21 Prozent zu lauten Verkehrslärm, 24 Prozent der Befragten war der Kfz-Verkehr „zu viel“, ebenfalls 24 Prozent wiesen auf eine Unfallgefahrenstelle hin und jeweils 25 Prozent beklagten das zu hohe Tempo des Straßenverkehrs.

Gerade beim Thema Geschwindigkeit könnte durch Tempo-30-Zonen Abhilfe geschaffen werden. Die Kommunen stoßen bei der Einführung solcher Tempolimits aber oft an bürokratische Grenzen, weiß VCÖ-Expertin Lina Mosshammer: „Immer wieder gibt es Fälle, wo Gemeinden eine Temporeduktion möchten, aber die übergeordnete Behörde lehnt das Ansinnen unter Berufung auf die Straßenverkehrsordnung ab.“

Gemeinden dürfen nicht mitreden
So läuft etwa mitten durch Vandans eine Landesstraße. Bürgermeister Florian Küng würde sich eine stellenweise Verkehrsberuhigung wünschen, bei Landesstraßen hat die Gemeinde aber kein Mitspracherecht. Um diese unbefriedigende Situation zu ändern, startete der VCÖ eine Initiative, um Gemeinden das Erlassen von Tempo-30-Zonen zu erleichtern. 43 Vorarlberger Gemeinden sprachen sich bereits für die Petition aus, bis Ende Juni kann die Initiative auf www.vcoe.at/petition noch unterstützt werden.

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