Michael Buchebner hat einen besonders „grünen Job“: Er ist ein Förster im Nationalpark Kalkalpen und betreibt Wildtiermanagement, damit junge Bäumchen eine Chance haben. Denn der 25-Jährige weiß, was für den „Wald der Zukunft“ besonders wichtig ist.
„Ich bin viel wirklich viel draußen“, sagt Michael Buchebner (25). Der junge Förster aus Reichraming ist für das Wildtiermanagement im Nationalpark Kalkalpen zuständig, aber: „Es geht eigentlich täglich um viele Naturschutzthemen.“
Dass der Klimawandel seine Spuren hinterlässt, kann er gut beobachten: „Es trifft nicht nur die Fichte, die in tiefen Lagen weniger wird, sondern fast alle Baumarten. Darum ist Vielfalt enorm wichtig.“
Wildnis tut der Artenvielfalt gut
Rund 32 Baumarten gibt es derzeit im Nationalpark, der 21.000 Hektar groß ist. Knapp 80% des Waldes sind sich selbst überlassen. „Da greifen wir nicht ein, darum hat sich eine Wildnis entwickelt. Manche sehen darin eine Unordnung, weil das Totholz liegen bleibt“, sagt Buchebner. Da ist es nicht so leicht, den Wald zu durchstreifen: „Meine Spaziergänge dauern oft viel länger als im aufgeräumten Wirtschaftswald“, schmunzelt er. Aber die „unordentliche Wildnis“ tut der Artenvielfalt bei Fauna und Flora gut – beste Voraussetzung für ein stabiles Ökosystem.
Wandern und messen
Buchebner arbeitet an einer Monitoring-Studie über Jungbäume mit, die „Kinderstuben“ der Bäume werden vermessen, er kartiert und beobachtet, wo sich Hirsch, Reh und Gams die würzigen Leittriebe schmecken lassen: „Leider ist die Tanne stark betroffen, auch Ahorn, Esche und Ulme.“
Abschussquoten werden angepasst
Doch junge Bäume brauchen intakte Triebe, um gut zu gedeihen. Sie sind der „Wald der Zukunft“. Um diesen zu fördern, wird nun das Wildtiermanagement angepasst: „Wir werden die Abschüsse in Gebieten mit hohem Verbiss erhöhen, in jenen mit weniger Verbiss reduzieren.“ Die Mindestabschussquote im Nationalpark liegt bei 300 Stück pro Jahr, damit will man aber auskommen.









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