Veli Kavlak brach das Training schon nach wenigen Minuten Aufwärmen unter Conditioning-Coach Roger Spry ab, weil er nach einer Drehung einen Stich im Rücken verspürt hat. Nach 15-minütiger Behandlungspause wollte der Besiktas-Legionär wieder einsteigen, musste aufgrund zu großer Schmerzen aber doch passen. "Eine Vorsichtsmaßnahme", erklärte Neo-Teamarzt Richard Eggenhofer. Am Donnerstag soll der Mittelfeldspieler laut Teamchef Koller wieder das Training aufnehmen.
Marc Janko absolvierte aufgrund von Oberschenkelproblemen überhaupt nur ein leichtes und verkürztes Training abseits der Mannschaft mit Physiotherapeut Michael Vettorazzi.
Mehr Bilder vom ersten Training unter Teamchef Koller findest du in der Infobox!
Kurz nach dem Kavlak-Abgang lag Andreas Ivanschitz angeschlagen auf dem Rasen. Der Burgenländer hatte während einer von Assistenz-Trainer Fritz Schmid geleiteten Spielform offensichtlich einen "Pferdekuss" abbekommen, konnte aber nach einigen Minuten Behandlung weitermachen.
"Koller coacht ständig"
Bei der anschließenden Pressekonferenz im Ernst-Happel-Stadion war die leichte Blessur längst wieder vergessen. Ivanschitz wirkte ausgeglichen und happy. Nicht zuletzt wegen des neuen Teamchefs, von dem er sich "positiv überrascht" zeigte. "Er hat ständig gecoacht, viel mit uns gesprochen, viele Tipps gegeben und für jede Situation Lösungsvorschläge angeboten." Diese Art des Trainings behagt Ivanschitz. "Immerhin bin ich das von Mainz her gewohnt. Auch dort ist der Trainer sehr aktiv." Ivanschitz ist überzeugt: "Das ist der richtige Weg – vor allem für eine junge Mannschaft."
Alle Spieler hätten in der ersten Einheit unter dem Neo-Teamchef voll mitgezogen. Genauso sah es der Teamchef selbst. "Der Einsatz der Spieler ist sehr hoch, es hat viel Spaß gemacht, zuzugucken. Wenn ein neuer Trainer da ist, will sich jeder präsentieren. Jetzt ist es wichtig, diese Intensität in den nächsten Tagen hochzuhalten", erklärte der 50-Jährige.
In seinem Debüt-Training, das sich aus einer Aufwärm-Einheit mit Spry, Spielformen im Offensivbereich und einem abschließenden Spiel zusammensetzte, wollte Koller seine Ideen erstmals auf dem Platz vermitteln. "Es ist wichtig, dass wir beim Gegner Hektik entfachen, wenn er in Ballbesitz ist, und dass wir ruhigbleiben, wenn wir im Ballbesitz sind", sagte der Schweizer mit heiserer Stimme.
Alaba traut sich Chef-Rolle zu
Eine Schlüsselrolle im System des Marcel Koller soll, so heißt es, David Alaba zuteilwerden. Das Super-Talent des FC Bayern München soll unter dem Schweizer im zentralen Mittelfeld die Fäden ziehen. Für Alaba selbst kein Problem. "Ich kann zentral genauso spielen wie auf der Seite", erklärte der 19-Jährige mit ausgeprägtem Selbstbewusstsein. Letzteres hat er sich vor allem dank starker Leistungen in München geholt. Dort nämlich scheint er mehr und mehr zum Stammspieler zu reifen.
Alaba selbst sagt dazu: "Ich versuche einfach, Gas zu geben und mich ständig anzubieten. Den Rest muss der Trainer entscheiden." Dass er bei der starken Konkurrenz im Münchner Mittelfeld des Öfteren auf der Bank Platz nehmen muss? "Natürlich würde ich gerne öfter spielen. Aber beim FC Bayern ist das Niveau sehr hoch. Daher bin ich nicht unzufrieden."
"Wollen in der Ukraine ein ordentliches Ergebnis holen"
Jetzt gelte es ohnehin einmal, sich auf das Länderspiel am kommenden Dienstag in der Ukraine zu konzentrieren. Immerhin handelt es sich dabei nicht "um irgendein Freundschaftsspiel, sondern um einen wichtigen Test", so Andy Ivanschitz. Seine Devise: "Wir wollen dort ein ordentliches Ergebnis holen."








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