Nach fünf Jahren in den Vereinigten Staaten greift David Beckham mit Los Angeles Galaxy nach dem ersten Titel – im Finale wartet im eigenen Stadion Houston Dynamo. Beckham punktet in der MLS mit soliden Leistungen, bereitete im Play-off drei Treffer vor, zuletzt das 2:1 von Mike Magees im Semifinale gegen Salt Lake.
"Fühle mich noch nicht zu alt"
Wie geht es nach dem USA-Abenteuer mit dem britischen Fußball-Helden weiter? Beckham zieht es zurück nach Europa, hat mehrere Angebote einiger namhafter Teams vorliegen. Bei Frankreichs Traditionsklub Paris SG sind zum Beispiel schon 20.000 (!) Vorbestellungen für Trikots mit seinen Namen eingegangen. "Ich fühle mich noch nicht zu alt, das wird mir immer nur angedichtet", erklärt Beckham, "ich habe noch genug Kraft für große Aufgaben".
Kein Freibrief für London
Zwei Jahre nach seinem letzten Match für die "Three Lions" will Beckham ins Nationalteam zurückkehren. "Ich würde liebend gern wieder für mein Land spielen. Und ich glaube, ich werde es auch wieder", behauptet der frühere Kapitän: "Ich bringe gute Leistungen, bin nie aus dem internationalen Fußball zurückgetreten."
Ein absoluter Traum für Beckham wäre auch eine Olympia-Teilnahme im nächsten Jahr in London. Nur Großbritanniens Coach Stuart Pearce unterstützt die Nominierung nicht vorbehaltlos. "Einen Freibrief für David gibt es nicht. Wer bei mir spielen will, muss fit sein und muss zur Mannschaft passen. Ich werde keinen Spieler einberufen, nur weil er gutes Ansehen in der Öffentlichkeit genießt."
Auf der britischen Fußball-Insel wird Beckham schon immer mehr als Botschafter gesehen, in Amerika konnte der Superstar die Erwartungen nicht ganz umsetzen. Mit Beckham als Zugpferd wollte die Major League Soccer zum Triumphzug ansetzen, für neue Maßstäbe sorgen. Doch eine Statistik spiegelt alles wider. In seiner ersten Saison kamen im Schnitt 24.252 Fans zu den Heimspielen, mittlerweile sind es um knapp 1.000 weniger pro Partie.








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