Lob von „Mister Padel“

Mega-Punktgewinn erreichte eine Million Menschen

Sport-Mix
25.05.2023 21:35

Die Boss Vienna Padel Open bringen diese Woche den heimischen Fans einen Sport näher, der in Spanien so populär wie Tischtennis in China ist. Der in Feldkirch lebende Burgenländer Christian Reuter betreut mehrere Asse der World Padel Tour, die auf Instagram über eine Million Follower hat. Ein Gespräch am Rande des Center Courts.

Christian Reuter ist der österreichische Mr. Padel. Er beherrscht Spanisch, Portugiesisch, Italienisch, Französisch und Englisch, ist einer der wenigen deutschsprachigen Insider auf der Tour. Der Argentinier Sanyo Gutierrez, der im Vorjahr mit Shooting-Star Agustin Tapia in Wien gewann, ist genauso in seinem Stall wie die Argentinierin Delfi Brea, die vergangene Woche mit Bea Gonzalez in Kopenhagen ihren ersten Titel auf der World Padel Tour eroberte. Auch die Deutschen Johannes Lindmeyer und Matthias Wunner gehören zu den Spielern von Reuter, der lange beim Sportartikel-Hersteller Head im Marketing gearbeitet hat und vor einigen Jahren die Firma „Padel Ocean“ gegründet hat.

Viele Züge von Schach
Vom Turnier in der Steffl-Arena ist Reuter begeistert: „Es ist ein Top-Event, das sehr zur Steigerung der Bekanntheit von Padel in Österreich beiträgt. Auch Leute, die von Padel noch nichts gehört haben, sehen sofort, wie variantenreich, wie komplex, wie schnell dieser Sport ist, wie viele Züge er von Schach hat. Man muss strategisch aufbauen, den Gegner in Bedrängnis bringen, ehe man zum Erfolgsschlag kommt.“

Respekt für Österreicher
Besonders die Vorstellung von Kristopher Sotiriu und Rainhard Boisits am Mittwoch gegen Shooting-Star Leo Augsburger (18) und den spanischen Routinier Javi Rico imponierte ihm: „Da waren echt viele tolle Ballwechsel dabei.“ Der schönste Punkt ging an die beiden Österreicher. Das Video (siehe unten) davon schaffte es sogar auf die Instagram-Seite der World Padel Tour, die über eine Million Follower hat.

Volle Halle braucht noch Zeit
Auch die Atmosphäre am Österreicher-Tag fand der Wahl-Vorarlberger sehr ansprechend, auch wenn die Stimmung natürlich nicht an die etablierten World-Tour-Turniere, bei denen immer über 10.000 Fans rund um den Center Court sitzen, herankam. Reuter meint: „Der Sport muss in Österreich noch mehr wachsen, es braucht noch mehr Vereine, mehr Plätze, mehr Spieler. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass in zwei, drei Jahren die Halle voll ist.“

Um sich zu entwickeln, muss man nach Spanien
Um auf der Tour erfolgreich zu sein, muss man derzeit nach Spanien. Seine Schützlinge Lindmeyer und Wunner werden dort bald mehrere Monate trainieren, da in Spanien die besten Trainer und die besten Akademien sind. Reuter meint: „Im Tennis ist es viel schwerer an die Weltspitze zu kommen als im Padel. Derzeit würde ich sagen, dass es international betrachet 150 ganz starke Spieler gibt. Im Tennis sind es aber 1000.“

Bereits 2028 olympisch?
Im Sommer ist Padel erstmals bei den European Games in Krakau im Wettkampfprogramm. Und es wird auch davon ausgegangen, dass Padel 2028 in Los Angeles bereits olympisch ist.

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