Erste Liga

Altach mit 2:0 über BW Linz weiterhin Tabellenführer

Fußball
28.10.2011 22:28
Mit einem erwarteten, aber mühsam erspielten 2:0-Erfolg über Blau-Weiß Linz hat Altach am Freitag in der 17. Runde der Ersten Liga die Tabellenführung behalten - auch wenn WAC/St.Andrä im Abendspiel einen 3:2-Sieg bei der Vienna feierte.

Altach - BW Linz 2:0
Altach gab vor eigenem Publikum von Beginn an zwar den Ton an, benötigte aber einen Elfmeter in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, um auch in Führung zu gehen. Knabel foulte Sadovic im Strafraum, der Spanier Tomi versenkte den Ball vom Punkt souverän zu seinem zehnten Saisontor (45.+1).

Blau-Weiß steckte aber nicht auf. Altach hingegen ließ nach dem Seitenwechsel den Nachdruck vermissen und musste deshalb immer wieder auch in der Defensive sein Können zeigen. So vereitelte etwa Schlussmann Kobras gute Möglichkeiten von Hassler (54.) und Knabel (67.), kurz vor dem Ende reagierte er auch bei einem Schuss Kolls aus Kurzdistanz perfekt. Den folgenden Konter schloss schließlich Ademi an seinem 20. Geburtstag mit dem Tor zum 2:0 ideal ab (93.).

Vienna - WAC/St. Andrä 2:3
Der Tabellenzweite bot vor der Halbzeit in einer schwachen Partie eine durchwachsene Leistung, die dank Eigenfehlern der Vienna trotzdem für eine komfortable Pausenführung reichte. Nach einer missglückten Dospel-Rückgabe setzte sich Falk im Kopfball-Duell mit Goalie Traby durch und vollendete souverän zum 0:1 (2.). Beim zweiten Treffer schoss Hattenberger bei einem Klärungsversuch seinen Mitspieler Kerschbaumer an, der Ball landete bei Kerhe, der ins lange Eck einschoss (20.).

Vienna-Trainer Alfred Tatar reagierte bereits nach 33 Minuten mit einem Doppeltausch, und die Döblinger agierten vor allem nach dem Seitenwechsel deutlich besser. Mattes tanzte mit einem Solo die WAC-Abwehr aus und traf ins kurze Eck (56.). Beim 2:2 staubte Kerschbaumer vom 16er ab (74.), nachdem Dobnik einen Kröpfl-Freistoß weggefaustet hatte. Dank eines dritten Eigenfehlers der Hausherren kam die Bjelica-Truppe aber doch noch zum Sieg. Hattenberger wehrte den Ball nach einer Kerhe-Flanke sowie Topcagic-Kopfweiterleitung im Strafraum mit der Hand ab, und Falk traf souverän zum 3:2. Für den Führenden in der Liga-Torschützenliste war es bereits der 14. Saisontreffer.

Austria Lustenau - FC Lustenau 2:0
Die Austria startete nach Maß, schon nach 1:11 Minuten schoss Roth ins Eck ein, nachdem ein Krajic-Schuss zuvor noch abgeblockt worden war. Einer mäßigen Partie fehlten in der Folge vor der Pause die großen Highlights, mit zwei Ausnahmen. Ein Treffer von Dursun Karatay wurde wohl zu Unrecht wegen Abseits aberkannt (17.). Die etwas überlegenen Gastgeber kamen trotzdem noch zum 2:0. Nach einem Karatay-Freistoß köpfelte Krajic unhaltbar für FC-Goalie Lukse ins lange Eck ein (43.).

Nach der Pause wurde das Niveau etwas besser, der FC kämpfte beherzt, es fehlten ihm aber vor allem die spielerischen Mittel um den Zwei-Tore-Rückstand noch aufzuholen. In der 74. Minute sah Goalie Andreas Lukse zudem wegen Torraubs die Rote Karte. Die besseren Möglichkeiten hatte die Austria, ein Schuss von Roth sprang von der Latte zurück ins Feld (49.). Die Austria revanchierte sich damit für die 1:3-Niederlage im ersten direkten Meisterschaftsduell am 19. August und hat nun schon fünf der jüngsten sechs Erste-Liga-Partien gegen den FC gewonnen.

TSV Hartberg - SKN St. Pölten 1:1
Nachdem der von seiner Chance sichtlich überraschte Ex-ÖFB-Teamspieler Andreas Dober in der 17. Minute noch vergeben hatte, ermöglichte St. Pöltens Schlussmann Riegler den Hausherren nach einer halben Stunde doch die Führung: Einen am Boden aufspringenden Rakowitz-Freistoß ließ er entgleiten, Huber staubte zum 1:0 ab (31.). Doch die Gäste ließen sich selbst durch den Gegentreffer und die Gelb-Rote Karte für ihren Mittelfeldmann Brandl wegen wiederholtem Foulspiel innerhalb von zehn Minuten (42.) noch nicht aus der Ruhe bringen.

Nach dem Seitenwechsel bestimmten die Niederösterreicher sogar rund 20 Minuten das Geschehen, ohne jedoch mit einem Treffer belohnt zu werden. Als alles schon mit einem Hartberger Sieg rechnete, wurde aber zumindest die Courage der Niederösterreicher von Fortuna belohnt: Schiri Jäger interpretierte einen normalen Zweikampf zwischen Huber und Fröschl als Regelverstoß, Segovia glich vom Punkt zum 1:1 aus (81.). Im Finish konnte auch ein indirekter Freistoß auf fünf Metern Hartberg nicht mehr retten: Dobers Schuss wurde auf der St. Pöltner Torlinie gestoppt.

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