Sturm gegen Salzburg

„Es macht schon Spaß, sie etwas zu ärgern“

Steiermark
18.04.2023 06:30

Bei Sturm gibt es derzeit fast nur ein Thema: Das Schlager-Spiel am Sonntag gegen Salzburg. Der Kracher ist längst ausverkauft. Einige Akteure brennen besonders auf den Hit. Sie feierten Meistertitel mit Salzburg, absolvierten ihre Ausbildung in der Mozartstadt. Jetzt wollen sie die Bullen zähmen.

Spannung in der Meistergruppe? Kannte Salzburg bislang nur vom Hörensagen. Ein kleiner Rückblick gefällig?

2019 hatten die Bullen nach Runde 25, nach einem 3:1 gegen Sturm, neun Punkte Vorsprung auf den LASK. Komfortabel. 2020 waren’s sieben auf Rapid - auch kein Grund für Panik. 2021? Wieder Langeweile pur, Salzburg führte am 18. April neun Zähler vor Rapid. Und letztes Jahr, als man Sturm im „Nacken“ hatte, konnte man sich in der Mozartstadt schon entspannt zurücklehnen und den Sekt einkühlen - bei zwölf Zählern Vorsprung!

Heuer schaut’s anders aus. Während die Verantwortlichen in Graz für Sonntag das Ausverkauft-Schild schon herausgeholt haben (über 15.000 Fans sind beim Hit dabei), hat die Truppe von Christian Ilzer aktuell nur zwei Zähler Rückstand auf den Liga-Krösus - und das Messer in der Hand!

„Wir versuchen, alles wegzureden und uns auf das zu konzentrieren, was wir kontrollieren können - am Ende geistert derzeit aber immer irgendwo die Tabelle herum. Du hörst in jedem zweiten Interview-Satz die Worte Salzburg oder Tabelle, das macht’s für uns schwierig.“ Der Erfolgstrainer weiß aber auch, „dass am Sonntag in Graz alles für ein Topspiel angerichtet ist. Wir streben nach dem Höchsten, davon sind wir inspiriert!“ 

Viel Salzburg-Vergangenheit im Kader
Gazibegovic, Affengruber, Prass, Hierländer, Ingolitsch, Jantscher - auch David Schnegg absolvierte immerhin ein Jahr in Liefering. Sie tummeln sich mittlerweile im Dress des SK Sturm - die Ex-Salzburger. Die jetzt natürlich dem früheren Arbeitgeber im direkten Duell um Platz eins am Sonntag eins auswischen können. „Es macht schon Spaß, sie zu ärgern“, lacht Jusuf Gazibegovic, der mit seinem ersten Saisontor bei Sturms 2:0 in Klagenfurt den Druck auf Salzburg weiter erhöhte.

„Ich war gut zehn Jahre dort, von der Jugend angefangen. Jetzt bin ich noch viel mit Amar Dedic in Kontakt, wir sind ja gemeinsam im bosnischen Nationalteam. Aber auch als Ex-Bulle denk ich jetzt nicht speziell dran, Salzburg eines auswischen zu wollen. Dort hat man mir viel ermöglicht, auch als ich verletzt war. Ich hätte mich auch in Liefering wieder für Salzburgs Einsermannschaft empfehlen können. Aber Gott sei Dank ist mir der Schritt nach Graz geglückt.“

Nur ein Sektor noch frei
David Affengruber stemmte mit den Bullen einst sogar den Meisterteller in die Höhe. Jetzt kann er den „Spezis“ Adamu oder Seiwald mit einem Sieg am Sonntag in die Suppe spucken. Ob da die WhatsApp-Nachrichten im Vorfeld oder nach einer Partie hin und her fliegen? „Nein, so einer bin ich nicht, das würde mir im umgekehrten Fall ja auch nicht so taugen“, lacht „Affi“, der trotz seines guten Drahts in die Mozartstadt aber keinerlei Interna aus der Bullen-Kabine mitbekommt. „Das geht niemanden von außen etwas an. Ich denke auch, dass viel aus dem Umfeld hineingetragen wird, was die Stimmung in Salzburg angeht. Dort freuen sich auch alle auf dieses Spiel. Und ich denke nicht, dass die viel zittern. So oft hat Salzburg in letzter Zeit nämlich auch nicht verloren.“

Gesamt in der Liga bisher nur einmal. Gegen Sturm. Soll auch Sonntag so sein. Das Stadion wird brennen, seit gestern hängt bereits das Ausverkauft-Schild. Es gibt nur noch Restplätze. Im Auswärtssektor...

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