Bei einer Klausur der Betriebsräte des Klinikums Klagenfurt wurden heuer erstmals auch Politiker eingeladen - den Anfang machte die Freiheitliche Partei.
Unter dem Motto „Gesundheitssystem, was tun?“ diskutierten bei einer zweitägigen Klausur in Pörtschach nicht nur an die 30 Betriebsräte vom Klinikum Klagenfurt über Probleme, Anforderungen und Zukunftsideen, sondern erstmals auch Politiker. Zu einem Kamingespräch wurden der freiheitliche Landeschef Erwin Angerer und FP-Landtagsabgeordneter Harald Trettenbrein geladen.
Einführung einer Pflegelehre gefordert
Thematisiert wurde neben der sogenannten Inländerdiskriminierung in Bezug auf die Anrechnung der Vordienstzeiten – wir berichteten – vor allem auch der Fachkräftemangel und die Einführung einer Pflegelehre. „Das Argument, dass junge Menschen von Schwerkranken oder Sterbenden ferngehalten werden sollen, ist für mich nicht nachvollziehbar, denn wenn erst einmal eine Lehre begonnen wird, steigt man nicht mehr so schnell um. Deshalb wäre es wichtig, die Jungen von Anfang an langsam an die Sache heranzuführen. In der Schweiz funktioniert die Pflegelehre ja auch“, meint Angerer, der die offene Kommunikation mit den Krankenhaus-Mitarbeitern lobt.
Der Betriebsratsvorsitzender Ronald Rabitsch betont: „Für mich ist es immens wichtig, mit sämtlichen im Landtag vertretenen Parteien in Gespräche zu treten, Denn ich bin überzeugt, wir können nur gemeinsam die Herausforderungen im Gesundheitswesen meistern.“ Welche Partei zum nächsten Kamingespräch geladen wird, muss erst entschieden werden.
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