Rapid gegen Sturm

Heimspiel für den erfahrenen Fan-Polizisten

Kärnten
27.04.2024 18:45

Als sogenannter szenekundiger Beamter ist der Kärntner Patrick Fina seit gut neun Jahren in Wien stationiert und vorallem für die Fußballfans des SK Rapid zuständig. Am 1. Mai ist der Polizist, „Hobby“-Winzer und Familienvater wieder in Klagenfurt im Einsatz.

Die „Krone“ erreichte den 35-Jährigen gerade auf der spontanen Heimfahrt: Der jüngste Frost hat auch seine Reben nicht verschont. Und so muss der „Hobby“-Winzer kurzerhand in seinen drei Weingärten (immerhin insgesamt ein Hektar) in Kärnten nach dem Rechten sehen – und mithilfe seines Vaters und Bruders nun Schadensbegrenzung betreiben. Zumal er natürlich auch von seinen drei Töchtern (5, 3, sechs Monate) und seiner Lebensgefährtin ohnehin sehnlichst erwartet wird. Lustig: „Meine bessere Hälfte ist Kärntnerin – kennengelernt haben wir uns aber am Weihnachtsmarkt in Wien. Da war ich schon vier Jahre als Polizist in der Bundeshauptstadt. Mittlerweile leben wir wieder in Kärnten. Und ich pendle.“

Denn seinen Blaulicht-Job in Wien möchte Patrick Fina nicht aufgeben. Auch wenn er die Polizeiausbildung einst in Krumpendorf absolvierte, war er von Anfang an in Wien stationiert. Und hat die Bundeshauptstadt lieben gelernt – vor allem aber seinen spannenden Job: Der 35-Jährige ist ein sogenannter szenekundiger Beamter. Sprich: ein Fan-Polizist. Und überall dort im Einsatz, wo größere Sportveranstaltungen anstehen.

Wenn die Fußballfans ausrücken, um ihren Verein anzufeuern, ist der Kärntner Polizist Patrick ...
Wenn die Fußballfans ausrücken, um ihren Verein anzufeuern, ist der Kärntner Polizist Patrick Fina dabei. Er kennt die Szene schon seit Jahren.(Bild: zvg)

In erster Linie bestimmt aber Fußball seinen Arbeitsalltag. Der selbst ehemalig in der Kärntner Liga als Offensivspieler aktive, leidenschaftliche Kicker und Fußballfan ist neben der Wiener Austria, der Vienna und dem Wiener Sportklub aber vor allem mit der Fanszene des SK Rapid beschäftigt. „Wir sind quasi das Bindeglied zwischen den Fans, dem Verein und der Polizei. Wir versuchen schon im Vorfeld mögliche Risiken im Keim zu ersticken, präventiv zu arbeiten, auf Fans einzuwirken und diese bestmöglich unter Kontrolle zu haben. Wir sind in zivil natürlich auch bei den Spielen vor Ort dabei – egal ob im In- oder Ausland. Bei den An- und Abreisen, vor und in den Stadien.“

Heimspiel für Polizist
So auch am kommenden Mittwoch, wo der Kärntner aus Thörl-Maglern quasi ein Heimspiel hat. Wenn „seine“ grün-weißen Fans nach Klagenfurt zum Cup-Final-Schlager gegen den SK Sturm Graz anreisen. „Das hat im vergangenen Jahr schon sehr gut funktioniert, ohne gröbere Zwischenfälle. Und es ist auch heuer wieder alles sehr gut durchgeplant. Es geht im Zuge des Events vor allem darum, Kontakte der beiden Vereinsanhängerschaften, ob auf der An- bzw. Abreise oder rund ums Stadion, zu verhindern.“

Zu welchem Verein er am 1. Mai halten wird? „Ich bin vorrangig Fan des italienischen Fußballs – besuche auch regelmäßig Spiele der Udinese Calcio“, so der Kärntner diplomatisch.

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