Massiver Preisanstieg

Kärntner kaufen immer weniger Eigentumswohnungen

Kärnten
05.04.2023 18:45

Im Vorjahr investierten deutlich weniger Kärntner in die eigenen vier Wände als 2021. Der Preisunterschied in den Bezirken ist teils enorm. Immobilienmakler erwarten aber eine baldige Kehrtwende am Markt. 

Insgesamt 10,6 Prozent bzw. 351 Eigentumswohnungen wurden vergangenes Jahr am Kärntner Immobilienmarkt im Vergleich zum Vorjahr weniger verkauft. Ein Grund dafür dürfte vor allem der massive Preisanstieg sein. „221.779 Euro kostete im Durchschnitt eine Wohnung in Kärnten. Das bedeutet eine Zunahme von 14,7 Prozent. Kärnten liegt damit nach Wien an zweiter Stelle beim Preisanstieg“, heißt es in der neuesten Statistik der Immobilienmakler Remax.

Statistiken gründlich hinterfragen
Während in Villach, Feldkirchen und St. Veit der Kauf von Eigentumswohnungen deutlich zurück ging, erfreut sich der Bezirk Wolfsberg über 155 Schlüsselübergaben und somit ein Plus von 49 Prozent zum Vorjahr. Paul Perkonig, Fachgruppen-Obmann der Immobilien- und Vermögenstreuhänder bei der Wirtschaftskammer Kärnten, betrachtet solche Zahlen aber mit Skepsis: „Bei kleineren und überschaubaren Märkten, wo es nicht so viele Angebote gibt, wirken sich ein oder zwei Neubauprojekte sowohl auf die Stückzahl als auch auf den Preis stark aus, was wiederum die Statistik beeinflusst. Außerdem werden hierbei viele Faktoren wie Lage, Alter, Zustand, Grad der thermischen Sanierung und dergleichen nicht berücksichtigt.“

Grundsätzlich habe sich der Markt im Jahresvergleich laut Immobilienexperten aber gedreht. Die Nachfrage sei zurückgegangen und das Angebot spürbar gestiegen. „Die Preiskurve flachte in der zweiten Jahreshälfte 2022 bereits ab. Sollten sich die Rahmenbedingungen am Markt nicht ändern, ist im Jahr 2023 tendenziell mit rückläufigen Preisen zu rechnen“, versichert Remax.

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