Do, 16. August 2018

In 2:03:38 Stunden

25.09.2011 13:07

Patrick Makau läuft in Berlin Marathon-Weltrekord

Der Kenianer Patrick Makau ist neuer Marathon-Weltrekordler. Der 26-Jährige wiederholte am Sonntag in Berlin seinen Vorjahressieg und verbesserte dabei in 2:03:38 Stunden die 2008 in der deutschen Hauptstadt von Haile Gebrselassie fixierte Topmarke um 21 Sekunden. Sein zweitplatzierter Landsmann Stephen Kwelio Chemlany hatte im Ziel am Brandenburger Tor in 2:07:55 mehr als drei Minuten Rückstand. Bei den Frauen ging der Sieg an Florence Kiplagat und damit auch an Kenia.

Der Äthiopier Gebrselassie war bis zur Hälfte des Rennens ebenfalls noch auf Weltrekord-Kurs gelegen, konnte den unwiderstehlichen Zwischenspurt Makaus bei Kilometer 27 aber nicht parieren. Der 38-jährige Olympiasieger über 10.000 Meter stieg zwischenzeitlich sogar kurz aus, rannte dann aber weiter - und gab bei Kilometer 36 auf. Sein Manager Jos Hermens nannte "Atemprobleme" als Ursache für den Ausstieg.

Bereits achter Weltrekord in Berlin
Makau sorgte bereits für den achten Weltrekord bei 38. Berlin-Auflagen und den fünften bei den Männern auf den klassischen 42,195 Kilometern. Die vom Kenianer Geoffrey Mutai am 18. April beim Boston-Marathon gelaufene Zeit von 2:03:02 Stunden wurde nicht als Weltrekord anerkannt, da die Strecke nicht die erforderlichen Kriterien erfüllte.

"Das war der größte Tag in meiner Lauf-Karriere", meinte Makau nach seinem zweiten Triumph in Berlin. "Bei Kilometer 25 habe ich gespürt, dass ich Weltrekord laufen kann. Dabei habe ich mich heute Morgen gar nicht so gut gefühlt. Ich freue mich und bin stolz, eine Lauflegende wie Haile Gebrselassie besiegt zu haben. Eigentlich hätte ich mit mehr Gegenwehr gerechnet von ihm."

Beste Frau unter 2:20 Stunden
Kiplagat blieb in 2:19:44 unter 2:20 Stunden, Zweite wurde die Deutsche Irina Mikitenko in 2:22:18 vor der britischen Weltrekordlerin Paula Radcliffe. Die zweifache Mutter feierte in 2:23:46 ein gutes Comeback, erfüllte die Olympia-Norm für 2012 in London locker. "Ich bin vielleicht ein bisschen zu schnell gestartet. Mit besserer Vorbereitung kann ich besser sein", erklärte Radcliffe.

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