„Es gibt wichtigere Dinge als dieses Interview!“ - mit diesen Worten unterbrach der schwedische Handball-Star Jim Gottfridsson den Wortwechsel mit einem Reporter nach Schlusspfiff, weil ein Kind im Publikum einen epileptischen Anfall erlitt und ins Krankenhaus gebracht wurde.
Gastgeber Schweden setzte sich mühelos gegen den Außenseiter Kapverdischen Inseln mit 34:27 durch. Die Skandinavier zogen damit in die Hauptrunde der Handball-WM ein, doch dieser Erfolg war nur Nebensache. Denn: Ein Kind auf der Tribüne wurde während der Partie auf einer Trage ins Krankenhaus gebracht. Als der schwedische Handball-Star Jim Gottfridsson in der Halle am Mikrofon der schwedischen Zeitung „Aftonbladet“ das mitbekam, brach er das Interview sofort ab. „Verdammt! Ist er in Ordnung? Wie geht es ihm?“, fragte der 1,90-Meter-Hüne aufgelöst.
Warmes Vaterherz
Medienberichten zufolge hatte der Junge einen epileptischen Anfall erlitten, mittlerweile soll es ihm wieder besser gehen. Klar, das dem zweifachen Vater Gottfridson die Situation nicht kalt ließ. „Das hat mich sehr berührt. Da ist das Vaterherz durchgekommen. Wir müssen etwas für ihn tun. So darf der Abend für ihn doch nicht enden“, so der Star vom SG-Flensburg-Handewitt.
Der schwedische Handball-Verband reagierte wenig später mit einer rührenden Aktion für den Jungen: „Er wird natürlich ein von allen Spielern unterschriebenes Nationalmannschaftstrikot bekommen, und dann werden wir Karten für eines unserer Spiele nächste Woche besorgen“, so der schwedische Generalsekretär Robert Wedberg: „Wir hoffen alle, dass er dann schon die Gelegenheit haben wird, zu kommen.“ Dem kann man sich nur anschließen ...
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