18.08.2011 11:57 |

Gestein analysiert

Der Mond ist 200 Millionen Jahre jünger als gedacht

Einer neuen Studie zufolge ist der Mond bis zu 200 Millionen Jahre jünger als gedacht. Das gehe aus einer Analyse von Mondgestein hervor, wie die Forscher am Donnerstag in der Zeitschrift "Nature" mitteilten. Das Alter des Erdentrabanten wird damit auf 4,36 Milliarden Jahre geschätzt. Die Erkenntnisse stammen von einer neuen Datierung von Blei- und Neodym-Isotopen eines aus Magma entstandenen Mondgesteintyps.

Bisher ging die Wissenschaft generell davon aus, dass der Mond durch einen Zusammenprall eines planetengroßen Objekts mit der im Entstehen begriffenen Erde entstand. Das durch den Zusammenprall abgestoßene Magma kühlte sich nach und nach ab und verfestigte sich zu dem felsigen, unwirtlichen und luftlosen Himmelskörper.

"Geschichte des Mondes überdenken"
"Das außergewöhnlich junge Alter dieses Stücks vom Mond bedeutet entweder, dass der Mond sich erst wesentlich später verfestigte als bisher angenommen, oder dass wir unsere gesamte Vorstellung der geochemischen Geschichte des Mondes überdenken müssen", sagte Richard Carlson von der Carnegie Institution for Science in Washington.

Sollten sich die Schätzungen bestätigen, hieße dies, dass die ältesten Krusten von Erde und Mond in etwa zur gleichen Zeit entstanden, nämlich nach der großen Kollision. Die Datierung stimmt mit Altersschätzungen für das Mineral Zirkon überein, das im Westen Australiens gefunden wurde und das älteste jemals auf der Erde entdeckte Mineral ist.

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