17.08.2011 14:36 |

Teleskop-Bilder

Kollision zweier Galaxien in der Frühphase entdeckt

Auf Bildern der Weltraumteleskope "Chandra" und "Hubble" ist zu sehen, was unserer Milchstraße in einigen Milliarden Jahren noch bevorsteht: die Kollision zweier Galaxien. Die Spiralgalaxien "VV340 Nord" und "VV340 Süd" befinden sich allerdings noch in der Frühphase der Kollision.

Die Galaxienkollision "VV340" ist eines der anschaulichsten Beispiele für die Frühphase der Kollision zweier Galaxien. Während "VV340 Nord" dem Betrachter eine Seitenansicht präsentiert, ist das südliche Gegenstück "VV340 Süd" von oben zu sehen. In mehreren Millionen Jahren werden beide Spiralgalaxien miteinander verschmolzen sein.

Die Kollision, wie sie durch die Kameraaugen des Röntgen-Weltraumteleskops "Chandra" und mit dem optischen Weltraumteleskop "Hubble" dokumentiert wurde, ereignet sich rund 450 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt.

Galaxien mit Infrarot-Strahlung
Von der Beobachtung der kosmischen Kollision erhoffen sich die Astronomen neuen Informationen darüber, warum sogenannte leuchtende Infrarot-Galaxien, um die es sich hier handelt, teilweise bis hundertfach so viel an infraroter Strahlung abgeben wie normale Galaxien.

In den meisten Fällen scheint hierfür ein supermassereiches Schwarzes Loch im Zentrum entsprechender Galaxien verantwortlich zu sein. Auch anhand der "Chandra"-Daten, wie sie vom Weltraumteleskop "Spitzer" bestätigt wurden, gehen die Forscher davon aus, dass sich ein solches Ungetüm im Zentrum der nördlichen Galaxie von "VV340" befindet.

"VV340 Süd" ist die aktivere Galaxie
Allerdings könne von einem solchen Schwarzen Loch nur ein Bruchteil der Gesamtmenge der von der Galaxie selbst abgegebenen Infrarotstrahlung erzeugt werden. Tatsächlich, so zeigen die Beobachtungen der Weltraumteleskope, stammt ein Großteil der Emissionen von "VV340 Süd". Dieser Umstand deutet für die Astrophysiker daraufhin, dass es hier wahrscheinlich sehr viel mehr aktive Sternentstehungsgebiete gibt als in der nördlichen Galaxie.

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