Ein Expertenrat soll das Debakel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM in Katar aufarbeiten, bei der Nachfolge-Suche für Geschäftsführer Oliver Bierhoff beraten und dem DFB-Team in eineinhalb Jahren zu einer erfolgreichen Heim-EURO verhelfen. Gremium-Mitglied Karl-Heinz Rummenigge, einst Vorstandschef des FC Bayern, will für einen Stimmungswandel in Deutschland sorgen.
„Die wichtigste Mannschaft des Landes ist nicht Bayern München, sondern die Nationalelf“, sagte der ehemalige Bayern-Boss der Mediengruppe „Münchner Merkur/tz“ am Mittwoch. „Ich kenne von meinen 95 Länderspielen das unbeschreibliche Gefühl, die Nationalhymne zu hören. Aber während bei der WM die argentinischen oder kroatischen Fans mit Stolz ihrer Mannschaft zujubeln, ist die Stimmung hierzulande auch dem Team gegenüber sehr gedämpft. Das gilt es wieder zu ändern.“
„Keine Zeit für Egoismen“
Rummenigge hofft dabei auf eine ähnliche Stimmung wie bei der Heim-WM 2006, als das deutsche Team für große Euphorie sorgte. „Wir müssen loyal zusammenstehen zum Wohle des deutschen Fußballs. Es ist keine Zeit mehr für Egoismen“, sagte Rummenigge. „Wir wollen einen Beitrag leisten, dass wir bei der Europameisterschaft in eineinhalb Jahren wieder eine schlagkräftige Mannschaft haben, die die Menschen auch begeistern kann. Wir müssen wieder Herzblut reinbringen“, betonte er.
Die Expertengruppe unter der Leitung von DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke bilden der ehemalige Bayern-Chef Rummenigge, der frühere DFB-Teamchef Rudi Völler, Bayern-Vorstandschef Oliver Kahn, Ex-DFB-Sportdirektor Matthias Sammer und der frühere langjährige RB-Leipzig-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff. Das Gremium soll unter anderem über die Zukunft der DFB-Auswahl nach dem WM-Aus nach der Gruppenphase beraten.
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