Bildgewaltiges Sequel

„Avatar 2“: Lohnen sich drei Stunden im Kino?

Kino
13.12.2022 18:01

13 Jahre sind vergangen, seit Regisseur James Cameron mit „Avatar - Aufbruch nach Pandora“ Filmgeschichte schrieb. Weltweit erfolgreichster Film, drei Oscars, zwei Golden Globes - die Fußstapfen für die angekündigte Fortsetzung waren groß. Wir haben „Avatar - The Way of Water“ vorab gesehen und verraten, ob es sich auszahlt, sich über drei Stunden ins Kino zu setzen …

Wir erinnern uns: Am Ende von Teil eins wird der ehemalige Soldat Jake Sully (Sam Worthington) mit seinem Avatar vereint, nachdem er das Volk der Na’vi erfolgreich gegen die „Himmelsmenschen“, also unsere Spezies, in die Schlacht geführt hatte. Die Menschen hatten den Planeten Pandora kolonialisieren wollen, um Bodenschätze abzubauen, die den exorbitanten Energiebedarf der Erdbevölkerung abdecken sollten - doch die Bewohner Pandoras schickten die menschlichen Eindringlinge bis auf einige wenige Ausnahmen wieder nach Hause.

Krieger und Familienvater
Zehn Jahre später hat Jake Sully mit Neytiri (Zoe Saldana), in die er sich im ersten Teil verliebte, eine Familie gegründet. Einerseits zwar liebevoller Vater, andererseits dennoch Ex-Marine, erzieht er seine Söhne Neteyam und dessen jüngeren Bruder Lo‘ak streng - so streng, dass ihn seine Frau daran erinnert, dass „das hier eine Familie und keine Kampftruppe ist".

Familienleben ist auch bei den Na‘vi nicht immer einfach ... (Bild: © 2022 20th Century Studios. All Rights Reserved.)
Familienleben ist auch bei den Na‘vi nicht immer einfach ...

Das Nesthäkchen der Familie ist die kleine Schwester Tuktirey, genannt Tuk. Außerdem haben Jake und Neytiri das Na’vi-Teenagermädchen Kiri adoptiert, ihre Fähigkeiten, mit der der Na‘vi-Gottheit Eywa zu kommunizieren, erweisen sich später als besonders schicksalhaft. Mit von der Partie ist der Menschenjunge „Spider“, auch er und seine Herkunft werden den Verlauf der Geschichte entscheidend beeinflussen.

Zerstörerische Rückkehr und Rachegelüste
Eigentlich ist Jake glücklich mit seinem Leben, doch „das Problem mit Glück ist, dass es in der nächsten Sekunde vorbei sein kann“, denn wie erwartet kehren die Menschen mit einer zerstörerischen Gewalt zurück, um weiter Rohstoffe abzubauen und „die Wilden zu befrieden“. Unter ihnen ein ganzes Marinecorps, das in Gestalt von Avataren Jagd auf Jake und seine Familie macht, denn ein alter Bekannter sinnt auf Rache. Um ihr Volk zu schützen, fliehen Jake und Neytiri mit ihrer Familie und mit ihrer Reise beginnt im wahrsten Sinne des Wortes der Weg des Wassers ...

Die Tulkun, eine Art Wal, dürften nicht nur die Fans von Buckelwal und Co. erfreuen. (Bild: © 2022 20th Century Studios. All Rights Reserved.)
Die Tulkun, eine Art Wal, dürften nicht nur die Fans von Buckelwal und Co. erfreuen.
(Bild: © 2022 20th Century Studios. All Rights Reserved.)
(Bild: © 2022 20th Century Studios. All Rights Reserved.)

Mehr soll zur Handlung an dieser Stelle nicht verraten werden, denn jetzt beginnt jener Teil des Films, für den es sich ganz besonders auszahlt, mit einer 3D-Brille stundenlang im Kino zu sitzen. Denn ihr neues Zuhause findet die Sully-Familie justament bei einem Na’vi-Stamm am Meer und Regisseur Cameron, der auch wieder das Drehbuch schrieb, geizt ab diesem Zeitpunkt nicht mit bildgewaltigen Unterwasseraufnahmen, die seine Zuschauer mit auf eine wahrhaft spektakuläre Reise nehmen.

Unsere Spezies kommt nicht gut weg
Das zunehmende Bewusstsein für Umweltproblematiken und nachhaltigen Lebenswandel dürfte Cameron, der sich selbst mittlerweile dem Schutz der Meere verschrieben hat und diverse Projekte unterstützt, durchaus für den Erfolg seines Films in die Hände spielen. Denn wie auch der erste Teil spart „Avatar 2“ nicht mit Kritik an der menschlichen Gier. Science-Fiction hin oder her, dass unsere Spezies nicht gut wegkommt, sollte uns dennoch zu denken geben. Denn anders als im Film gibt es für uns kein Pandora, auf dem man schnell mal einen Außenposten für die Menschheit errichten kann - sondern eben nur diese eine Erde.

Video: „Avatar“-Darsteller werben für den Schutz der Meere

Bilder der Dreharbeiten zu „Avatar 2 - The Way of Water“

Fazit: Für den bildgewaltigen „Avatar 2“ lohnt sich in jedem Fall ein Kinobesuch, nicht nur für Fans des ersten Teils. Auf den Ein-Liter-Becher mit Cola und Co. sollten Sie allerdings vielleicht verzichten. Denn sonst könnten die 192 Minuten wirklich verdammt lang werden.

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