Nach dem Wirbel um die Unterbringung von Geflüchteten in Zelten in Absam im Tiroler Bezirk Innsbruck-Land, konkretisieren sich die Pläne für feste Bauten. Wie berichtet, entstehen sowohl in Innsbruck als auch in Kufstein Containerdörfer. Auch in Schwaz finden die Asylsuchenden ein neues Zuhause. In Summe wird es in den drei Stätden Platz für rund 450 Geflüchtete geben.
„Nachdem die verfügbaren Flüchtlingsunterkünfte des Bundes restlos belegt bzw. teils sogar massiv überbelegt sind und der Bund unter anderem dem Land Tirol Personen zur Unterbringung zuteilt, setzt das Land Tirol gemeinsam mit der Stadt Innsbruck, der Stadt Kufstein und der Stadt Schwaz wesentliche Schritte, um zahlreiche geflüchtete Menschen vor der Obdachlosigkeit zu bewahren“, teilte das Land am Montag via Aussendung mit. Dementsprechend werden Wohncontainer sowohl in der Stadt Innsbruck (in Hötting-West an der Kranebitter Allee in unmittelbarer Nähe des dortigen Kreisverkehrs westlich vom Campus Technik der Uni Innsbruck) als auch in der Münchner Straße in Kufstein für die Unterbringung von Schutzsuchenden bereitgestellt.
Zudem ist auch in der Stadt Schwaz, konkret im ehemaligen AMS-Gebäude in der Swarovskistraße, eine Unterkunft für geflüchtete Personen in Planung.
Um Anrainer bereits vor der Umsetzung der geplanten Unterkünfte für Geflüchtete transparent zu informieren, ist eine umfassende Informations- und Aufklärungsinitiative in Vorbereitung.
Elmar Rizzoli
TSD für Betreuung verantwortlich
In Innsbruck können rund 200 Personen untergebracht werden, weitere 150 in Kufstein. In Schwaz werden noch kommende Woche 30 Asylsuchende im früheren AMS-Gebäude untergebracht. „Insgesamt soll das Gebäude nach entsprechenden Instandsetzungsmaßnahmen rund 90 geflüchteten Menschen vorübergehend Platz bieten.“ In Summe schafft das Land Tirol also Platz für knapp 450 Geflüchtete. Wie Elmar Rizzoli, Stabsleiter der Taskforce Migration, mitteilt, „zeigt sich die TSD als dafür zuständige Organisation für die Betreuung der untergebrachten Menschen auf der Flucht verantwortlich und wird diese umfassend betreuen“.
Sicherheitskonzept ausgearbeitet, Infoskampagen in Vorbereitung
Weiters lässt Rizzoli wissen, dass „die Polizei im Rahmen des Betreuungs- und Sicherheitskonzeptes verstärkt präsent sein und für ein hohes Maß an Sicherheit aller - der heimischen Bevölkerung wie auch der Menschen auf der Flucht - sorgen wird“. Das Betreuungs- und Sicherheitskonzept beinhaltet unter anderem, dass die Polizei vermehrt Streifentätigkeit im Bereich der Unterkünfte durchführt. Zudem sei ein Sicherheitsdienst vor Ort stationiert, der 24 Stunden zur Verfügung steht und eng mit der Polizei kooperiert.
„Um Anrainer bereits vor der Umsetzung der geplanten Unterkünfte für Geflüchtete transparent zu informieren, ist eine umfassende Informations- und Aufklärungsinitiative in Vorbereitung“, heißt es abschließend.
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