F1 in Malaysia

Alsonso gewinnt souverän, Klien auf Rang 8

Sport
21.03.2005 14:43
Im Glutofen von Sepang hat Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher eine weitere kalte Dusche bekommen. Während der spanische Renault-Pilot Fernando Alonso bei 37 Grad Lufttemperatur souverän vor Toyota-Pilot Jarno Trulli und Williams-BMW-Neuling Nick Heidfeld den Großen Preis von Malaysia gewann, kam der Ferrari-Pilot am Sonntag nur auf Platz sieben. Damit lag er nur einen Platz vor dem Österreicher Christian Klien, der wie auch schon im ersten GP einen hervorragenden Rang belegte und Weltcup-Punkte holte. Patrick Friesacher hingegen ist nach einem Fahrfehler schon in Runde zwei ausgeschieden.
Mit den zwei Zählern von Sepang und seiner Nullnummer vor zwei Wochen in Melbourne nach dem Unfall mit Heidfeld steht der Rekordchampion so schlecht wie noch nie in seiner Laufbahn nach zwei Rennen da. Das Ferrari-Debakel in Sepang machte Rubens Barrichello perfekt, der sechs Runden vor dem Ende den modifizierten Vorjahreswagen F2004 M wegen technischer Probleme abstellen musste. "Ich fühle weder Frust noch Freude. Es ist ein Ergebnis, dass wir hinnehmen müssen", meinte der Weltmeister, der nun hofft, im dritten Rennen in Bahrain endlich mit dem neuen F2005 erstmals starten zu dürfen. Michael Schumacher hatte schon vor dem Start beinahe alle Siegchancen verspielt. Nach der Qualifikation am Vormittag fand er sich in der Startaufstellung nur auf Rang 13 wieder. Schon vor dem Rennen sprach Schumacher von "Schadensbegrenzung".


Während Melbourne-Sieger Giancarlo Fisichella in der 38. Runde im zweiten Renault nach einer Kollision mit Williams-BMW-Pilot Mark Webber ausschied, machte es sein Teamkollege Alonso wesentlich besser: Nach 56 Runden mit 310,408 km fuhr er beim längsten der 19 Saisonrennen zu seinem zweiten Grand-Prix-Sieg nach seinem Erfolg am 24. August 2003 in Ungarn. Nach 1:31:33,736 Stunden hatte Alonso 24,3 Sekunden Vorsprung auf Trulli, der den ersten Podiumsplatz für Toyota seit dem Einstieg der Japaner vor drei Jahren holte.


Alonso unterstrich damit trotz des Ausfalls von Fisichella die derzeitige Renault-Dominanz. "Wir haben ihm nach der Hälfte des Rennen gesagt, dass er langsamer machen soll", erzählte Teamchef Flavio Briatore. Der 23-jährige Alonso übernahm mit 16 Punkten Punkten als erster Spanier die Führung in der Fahrerwertung: "Das ist ein Traum, der wahr geworden ist. Und da möchte möglichst viele Rennen bleiben." 


Im Teamklassement liegt Renault (26) vor Toyota (12), Red Bull Racing (11) und den punktgleichen Ferrari und Williams-BMW (je 10). McLaren- Mercedes hat 9 Zähler auf dem Konto, nachdem Juan Pablo Montoya als Vierter und Kimi Räikkönen als Neunter ein wenig enttäuschten.


Noch schlimmer als Ferrari erwischte es den letztjährigen Rivalen BAR-Honda. Der Brite Anthony Davidson, der den grippekranken Stammpiloten Takuma Sato vertrat, und sein Landsmann Jenson Button mussten in der dritten Runde ihre Autos mit Motorschäden abstellen. Noch vor dem Rennwochenende in Malaysia hatte es Diskussionen gegeben, ob BAR-Honda die Motoren austauschen dürfe, nachdem Button und Sato beim Großen Preis von Australien kurz vor dem Ziel an die Box gefahren waren. In diesem Jahr müssen die Motoren zwei Rennwochenenden halten.



Großer Preis von Malaysia in Sepang, 56 Runden á 5,543 km (310,408 km):


1. Fernando Alonso (Spanien) Renault 1:31:33,736 Std. (Schnitt: 203,407 km/h);

2. Jarno Trulli (Italien) Toyota + 24,327 Sek.;

3. Nick Heidfeld (Deutschland) Williams-BMW + 32,188;

4. Juan Pablo Montoya (Kolumbien) McLaren-Mercedes + 41,631;

5. Ralf Schumacher (Deutschland) Toyota + 51,854;

6. David Coulthard (Großbritannien) Red Bull Racing + 1:12,543 Min.;

7. Michael Schumacher (Deutschland) Ferrari + 1:19,988;

8. Christian Klien (Österreich) Red Bull Racing + 1:20,835;

9. Kimi Räikkönen (Finnland) McLaren-Mercedes + 1:21,580;

10. Felipe Massa (Brasilien) Sauber-Petronas + 1 Runde;

11. Narain Karthikeyan (Indien) Jordan + 2 Runden;

12. Tiago Monteiro (Portugal) Jordan + 3 Runden;

13. Christijan Albers (Niederlande) Minardi + 4 Runden


Ausfälle:

Jenson Button (Großbritannien) BAR-Honda (3. Runde); Anthony Davidson (Großbritannien) BAR-Honda (3. Runde);
Patrick Friesacher (Österreich) Minardi (3. Runde)
; Jacques Villeneuve (Kanada) Sauber- Petronas (27. Runde); Giancarlo Fisichella (Italien) Renault (37. Runde); Mark Webber (Australien) Williams-BMW (37. Runde); Rubens Barrichello (Brasilien) Ferrari (50. Runde)


Schnellste Rennrunde:

Kimi Räikkönen (McLaren-Mercedes) 1:35,483 Min.

Trainingsschnellster:

Fernando Alonso (Renault) 3:07,672 Min.
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