Im Transparenzportal sind die Covid-Gelder an die Unternehmen gelistet. Das wirft jedoch Fragen auf.
Auf dem neuen Online-Transparenzportal des Bundes sind alle Unternehmen gelistet, die Covid-Hilfen ausgezahlt bekommen haben – inklusive der geflossenen Geldsummen. Auch ein Schwarzacher Hotel hat während der Pandemie mehr als 100.000 Euro vom Staat bekommen – knapp 30.000 Euro für das Jahr 2022. Was dabei stutzig macht: Das Hotel wurde schon im Herbst 2021 verkauft und für die nächsten zwei Jahre zu einem Seniorenwohnheim umfunktioniert. Dafür zahlt die Gemeinde Schwarzach Pacht – an den neuen Besitzer. Trotzdem floss 2022 noch ordentlich Geld an den ehemaligen Hotel-Chef. Ob die Zahlung wirklich für das Jahr 2022 gedacht war, oder ob nur die Auszahlung des Geldes erst heuer erfolgte, bleibt aber unklar.
Auch bei anderen Unternehmen gibt es Unstimmigkeiten
Das Schwarzacher Hotel ist nicht das einzige Unternehmen, bei dem die ausgezahlten Covid-Summen Fragen aufwerfen. So hat ein Flachauer Apres-Ski-Wirt vom Bund im Jahr 2021 fast 600.000 Euro Entschädigungszahlungen kassiert – und das, obwohl Finanzermittler 2019 dort 3,5 Millionen Euro an Schwarzgeld gefunden hatten (die „Krone“ hat berichtet). Die Wirtsleute wurden wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Eine rechtskräftige Finanzstrafe ist eigentlich ein Ausschlusskriterium für die Auszahlung von Corona-Hilfen, Geld dürfte trotzdem geflossen sein.
Eine Million Euro trotz Problemen mit der Finanz
Auch ein Salzburger Getränkehändler hat seit 2017 Probleme mit der Finanz – aber trotzdem über eine Million Euro Covid-Zahlungen abgesahnt. Der Grund: Das Verfahren ist auch fünf Jahre später noch nicht abgeschlossen – der Polizeibericht fehlt...
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